Ing-diba rückt die Zinsen bei Tagesgeld erst zum 31.12. des Jahres raus. Das nicht automatisch, sondern nur nach Anschieben einer eigenen Überweisung.
MFG
@Silencio
Dass die ING Zinsen erst zum Jahresende gutschreibt, ist kein Geheimnis und
lässt sich z.B. auf https://www.ing.de/sparen-anlegen/sparen/tagesgeld/konditionen/ leicht herausfinden.
Dass Zinsen dem Konto gutgeschrieben werden, auf dem sie anfallen ist übliche Praxis. Auf welchem Konto sollen sie sonst gutgeschrieben werden?
Warum soll man eine eigene Überweisung "anschieben" müssen, damit die DiBa die Zinsen "rausrückt"?
@ ARe: Dass die ING die anfallenden TG-Zinsen erst ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@Spooky78
Deine Aussage, dass in deinem angegebenen Beispielsfall "die bereits angefallenen Zinsen in der Zwischenzeit nur mit dem niedrigeren Basiszinssatz verzinst werden" ist nicht korrekt. Da die Zinsen bei der ING nur am Jahresende berechnet und dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben werden, erfolgt in der Zwischenzeit keine Verzinsung der bereits angefallenen Zinsen.
Dass die ING beim Tagesgeld auf ihrer Homepage überhaupt über Zinseszinsen redet, ist meines Erachtens irreführend, da jeder normal denkende Mensch beim Tagesgeld nur von Zinseszinsen reden würde, wenn unterjährige Zinsgutschriften erfolgen würden.
@ Hans-Jürgen: Vielen Dank für den Hinweis. Es ist natürlich vollkommen korrekt, das nicht verzinst werden kann, was nicht bereits gutgeschrieben wurde. Insofern war meine diesbezügliche Aussage eindeutig falsch. Sorry dafür! Die Verzinsung zum niedrigeren Basiszinssatz bezog sich lediglich auf die eigentliche Einlage, die aber - anders als die Zinsen - jederzeit verfügbar war und somit auch schon vor dem Jahresende auf ein renditeträchtigeres Konto transferiert werden konnte.
Und was die Zinseszins-Darstellung auf der ING-Homepage anbelangt, ist diese in der Tat ein wenig irreführend, passt damit aber gut ins Bild, da die Bank ja z.B. auch ihre TG-Zinsen nur mit Konkurrenten vergleicht, die weniger bieten als sie selbst (https://www.ing.de/sparen-anlegen/sparen/tagesgeld/) und dabei lukrativere Angebote wie die der Merkur Privatbank (3,50 %) oder der BMW Bank (3,00 %) dezent verschweigt.
@Spooky78
Wenn man die Spielregeln einer Bank vor der Eröffnung eines Kontos kennt bzw. kennen könnte - wenn man den Aufwand für etwas Recherche auf sich nimmt - kann man diese akzeptieren oder man lässt es bleiben. Ich finde das weder unfair noch ärgerlich.
Unfair und ärgerlich fand ich in der Vergangenheit z.B. dass eine Sparkasse, bei der ich sehr viele Jahre ein sogenanntes Prämiensparbuch hatte, zwar über fast die ganze Zeit an den im Vergleich zum allgemeinen Zinsniveau niedrigeren Zinsen und den in den ersten Jahren nicht existenten bzw. niedrigen Bonuszahlungen verdient hat. Als es sich nach Jahren für mich aufgrund der dann gestiegenen Bonuszahlungen tatsächlich "gelohnt" hätte, das Sparbuch weiter zu besparen, wurde das Konto kurzerhand gekündigt. Als Begründung bekam ich schlicht die Auskunft "die andauernde Niedrigzinsphase zwingt uns leider dazu". Als mir diese Begründung doch etwas vage erschien, wurde ein sehr allgemein gehaltener Artikel im Sparkassengesetz nachgeschoben.
Hier waren die Spielregeln nicht von vorherein klar erkennbar.
Für die Nerds: Das Thema "Kündigung von Prämiensparverträgen" war ja in den letzten Jahren immer wieder mal in den Medien. Letztendlich haben mehrere Gerichte und Instanzen die unklaren Bedingungen der Sparkassen präzisieren müssen.
Oder wieder eine Sparkasse: Ein ausdrücklich und nachweislich als kostenloses Konto angebotenes Tagesgeldkonto wurde plötzlich umgetauft und in der Folge gebührenpflichtig. Das geschah ohne Mitteilung an mich. Letztlich wurden mir "aus Kulanz" - nicht aus Einsicht - die Gebühren erlassen. Wegen der paar Gebühren-Cent auf einem an sich verwaisten Konto wollte die Sparkasse dann wohl doch keinen Rechtsstreit eröffnen - "aber im Recht sind wir trotzdem".
Die ING spielt - finde ich - ein weitgehend transparentes Spiel.
Auch mir gefällt es nicht, dass die diversen Neukundenangebote der ING an mir als Bestandskunde vorübergehen. Aber es gibt ja auch andere Banken mit anderen Angeboten. Ich habe den Eindruck, das hat die ING inzwischen auch verstanden.
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