Anscheinend hat sich auch "Kritische Anleger" etwas von den Crowd-Investments zurückgezogen-
Ich persönlich kann derzeit nur davor warnen, diese Form der Geldanlage (egal ob Immobilie, Solar oder Start-Up) zu wählen. Eine Firma nach der anderen geht im Augenblick pleite. - Es hat mehr was von Glücksspiel und das Geld ist schneller weg als man denkt. Also Finger weg!!! Dazu versteh ich auch die Bafin nicht, warum sie in der derzeitigen Situation neue Crowd`s nicht einfach aussetzt. - Festgelder sind dann doch sicherer.
@Blacky,
die Renditen, (7-8 %) die da während der Niedrigzinsphase angezeigt wurden, da bekam ich oft $ Zeichen in die Augen.
Eines was mir aber bei allen Anbietern auffiel war, sie nannten nur die erfolgreichen Projekte nie, die, die in den Sand gesetzt wurden.
Deshalb ließ ich es sein.
Nachrangig, finde ich, persönlich ist Mist.
Ja, wir haben uns von dem Thema ein wenig entfernt. Habe mir selber heftig die Finger bzw. das Portfolio mit Crowdinvesting verbrannt. Fand das damals eine echt interessante Art des Investierens, aber irgendwann hab ich dann aufgehört zu zählen, wie viele Projekte in meinem Portfolio da grad verzögert waren bzw. in die Verwertung gegangen sind. Einfach unterirdisch und leider sind so viele Projektentwickler in dem Markt unterwegs, die einfach nicht das halten, was sie versprechen. Daher auch von mir: Lieber Finger weg, vor allem im aktuellen Renditekontext.
Bzgl. BaFin: Naja, die BaFin ist ja nicht dafür da, die Sicherheit von Investments für uns zu prüfen. Sie kann eingreifen, wenn Risiken verschwiegen werden oder es sich um offenen Betrug handelt, aber sie kann jetzt nicht hingehen und sagen Nachrangdarlehen per Crowdinvesting ist nichts Gutes. Das wäre ja auch irgendwie Wahnsinn, wenn eine Behörde für uns Nanny spielen würde. So zumindest meine Sichtweise ...
Man kann das mit den Nachrangdarlehen nicht so ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Ich war überrascht, als ich erstmals herkam, hier so positive Berichte übers Crowdfunding zu lesen. Auf mich wirkten die gängigen Anbieter immer schon unseriös. Mag sein, dass man als Jurist da grundsätzlich einen anderen Blick drauf hat (weil man darauf gepolt ist, Werbesprech auf die juristische Substanz runterzubrechen), und da war eben eine hohe Diskrepanz zwischen Werbeaussagen („abgesichert“, „sorgfältig von uns geprüfte und ausgewählte Projekte“) und rechtlicher Ausgestaltung (null Absicherung dank Nachrangdarlehen, null Prüfungspflicht oder Haftung der Plattform für vermittelte Projekte).
Ich sage auch nicht, dass Nachrangdarlehen per se unseriös sind, aber Crowdfunding-Plattformen sind bewusst darauf ausgelegt, mit plakativen Werbeaussagen Leute zu ködern, die das Risiko nicht wirklich verstehen und das rechtliche Setup nicht durchdringen.
@S.G. Ich denke, man darf nicht unterschätzen, wie viele Leute doch sehr lange auch begeistert waren vom Crowdinvesting, inkl. meiner Wenigkeit. Das Ganze hat ja eigentlich auch mit einer guten Idee angefangen, aber die guten Absichten sind bei vielen ersten Plattformen in dem Berg an Anwalts- und Transaktionskosten untergegangen. Ich hab damals vergleichsweise nah die Gründung und erste Entwicklung von bettervest mitbekommen. Die Motivation dahinter war wirklich toll, aber in der Praxis wurde irgendwie schnell klar, dass dieses Finanzieren von Kleinstprojekten in unserer bürokratisierten Welt einfach nicht funktioniert, ohne dass dabei die Rendite gegen Null geht. Naja, und irgendwann sind dann die sagen wir mal halbseidenen Leute auf den Zug aufgesprungen und haben ihr Glück versucht. Ich kann nur aus geschäftlicher Erfahrung sagen: Unbezahlte Rechnungen kenne ich nur aus dem Crowdinvesting-Bereich ... bei meisten Partnern/Plattformen habe ich irgendwann einfach resigniert aufgegeben :-(
@Spooky79,
Dein Vergleich kannst Du nicht mit den meisten Crowd-Investments, die auf dem Markt tätig sind/waren, nicht vergleichen.
STW vs. xyz Immobilienentwickler oder sonst was.
Gestern habe ich mich an einem Windpark mit der Höchstsumme von 10.000 € beteiligt, Rendite 6,1 % p.a., aber auch bei den hiesigen STW. Was wichtig ist, die STW verkaufen ihren Anteil, fiktiv 2 Jahren, nicht an einen Investor, das ist vertraglich festgehalten. Mein Geld ist und bleibt bei den STW.
Das kann man so nicht verallgemeinern: Nicht alle ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!