Hat jemand Erfahrung mit der manuellen Versteuerung ausländischer Kapitalerträge? Ich möchte verhindern, dass eine persönliche Steuervorauszahlung festgesetzt wird, wenn ich erst mit der nächsten Steuererklärung meine diesjährigen ausländischen Kapitalerträge angebe. Deshalb überlege ich, ob eine freiwillige Steuervorauszahlung noch in diesem Jahr sinnvoll ist und künftige Vorauszahlungsfestsetzungen verhindert. Wie macht ihr das?
Ich muss - sicherlich auch aufgrund meiner ausländischen Kapitalerträge - in den letzten Jahren stets Steuervorauszahlungen leisten. Diese sind jeweils am 10. des letztens Monats im Quartal zu überweisen. Hierin sehe ich kein Problem.
Ich würde keine freiwillige Vorauszahlung vornehmen, da Du dadurch unnötig in Vorleistung gehst. Auch wenn der Zinsgewinn sich sicherlich in Grenzen hält, muss man ihn dennoch nicht verschenken. Darauf, dass man dann im Folgejahr eine Nachzahlung leisten muss, kann man sich ja einstellen und durch möglichst späte Einreichung der Steuererklärung ebenfalls herauszögern.
VG Hans-Jürgen
Danke, Hans-Jürgen. In deinem Fall verstehe ich deinen Ansatz. Ich vergaß zu erwähnen, dass ich zukünftig manuell zu versteuernde ausländische Kapitalerträge vermeiden werde. Der Grund ist die drohende Festsetzung von Steuervorauszahlungen. Denn bei vierteljährlicher Vorauszahlung gehen auch Zinsen verloren, besonders wenn die Vorauszahlungen nicht mehr erwirtschaftet werden.
Hallo Sven, also ich hatte nach mehrjähriger ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Danke, Lieblingssparer. Eine gute Idee, sich dem Finanzamt gleich proaktiv zu erklären. Das werde ich auch versuchen.
@ Sven1: Seit ich das Limit von 400,00 Euro Steuernachzahlung für ausländische Kapitalerträge durch langlaufende Festgelder bei der CACF und CAAB im Jahr 2023 überschitten habe, muss ich die vom Finanzamt festgesetzte Steuer für die folgenden Jahre quartalsweise zum 10. vorauszahlen.
Danke, W F. Genau so etwas befürchte ich auch. Nicht nur wegen des (eher geringfügigen) Zinsverlustes, es wäre einfach nervig. Vielleicht spricht deine Erfahrung doch dafür, die anfallenden Kapitalertragsteuern plus Soli noch in diesem Jahr freiwillig einzuzahlen. Dann entsteht keine Steuernachforderung in 2026. Und damit kein Vorauszahlungsanspruch. Mit der Einzahlung könnte ich ELSTER erklären, dass es sich um eine einmalige Anlage in 2025 gehandelt hat.
@ ErnieIch beziehe schon seit Jahren ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Das hat mich dieses Jahr, aufgrund von vielen ausländischen Anlagen bei Weltsparen und Zinspilot, auch überrascht. Erst flattert ne Einkommensteuer Nachzahlung rein und dann kurz danach auch noch ein Bescheid über folgende Vorauszahlungen....urgs. Diese blöden hohen Zinserträge immer :-P
@ Sven1: Bisher habe ich keine Vorauszahlungen freiwillig getätigt. Ich würde den Bescheid des Finanzamtes abwarten. Die Erkärung der einmaligen Anlage, würde ich der Einkommensteuererklärung beifügen.
@Jojo
meine Erfahrung: Mit dem Finanzamt kann man reden, dort sitzen echte Menschen! Habe ich in Bezug auf die Steuervorauszahlungen auch schon getan, man sollte aber fairerweise nicht schummeln und deutlich zu geringe Werte ansetzen.
Ferner: Wo ist das Problem bei den Vorauszahlungen 1/4-jährlich? Bei mir bucht das FA ab, da muss ich keine Fristen beachten.
Viele Grüße
Arnold
Kein Problem, ich zahl eigentlich ganz gerne Steuern, nachher, vorher, unterm Jahr. Von diesem "Phänomen" bin ich nur sozusagen überrascht worden. Im Nachhinein ist es natürlich klar. Da das in dem Umfang wie letztes/dieses Jahr nicht mehr der Fall sein wird, werte ich das mehr als einmalige Sache und geb auch keine Einzugsermächtigung (die mag ich eh nicht).
Ich gebe schon seit etlichen Jahren meine ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!