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TWINO Flexi - eine (begrenzte) TG-Alternative für Risikofreudige

TWINO Flexi - eine (begrenzte) TG-Alternative für Risikofreudige

Star der CommunitySpooky78 am 25.05.2026

Die lettische P2P-Plattform TWINO (https://www.twino.eu/de/) bietet seit April ein neues, hochverzinsliches und -liquides Anlageprodukt für risikoaffine Anleger an: 

Bei FLEXI (https://www.twino.eu/de/flexi) investiert man in 12-monatige, forderungsbesicherte Wertpapiere (sog. "Asset-Backed Securities" (ABS), in diesem Fall Forderungen aus Verbraucherdarlehen, die von Netcredit (https://netcredit.pl/) in Polen vergeben werden; vgl. Finanzkrise 2008!) und erhält dafür eine Rendite von 6 % p.a. bei monatlicher Zinszahlung und jederzeitiger Verfügbarkeit. Die Mindestanlage beträgt 10 €, der Höchstbetrag liegt allerdings nur bei 10.000 € / Kunde.

Hinweis: Für die in FLEXI investierten Gelder gilt NICHT die gesetzliche Einlagensicherung. Im Falle einer Insolvenz greift der lettische Anlegerschutz, der 90 % der Verluste bis maximal 20.000 € absichert.

Mitglied der RedaktionStefan Erlich am 26.05.2026

Hui, da klingeln bei mir alle Alarmglocken :D Das ist wieder mal ein Produkt, was ich persönlich nicht durchschauen kann, weshalb das für mich komplett rausfallen würde. Dann lieber einen High Yield Geldmarktfonds mit breit diversifiziertem Anleihenportfolio. Da versteh ich wenigstens, was drin ist :-) As always: Nur meine persönliche Empfindung und kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit ;-)

Besonders engagiertes MitgliedTautropfen am 26.05.2026

@ Stefan Erlich

Auch bei mir gingen gestern Abend, als ich es las meine Alarmglocken!

Für mich wäre so etwas überhaupt nichts, gerade, weil es mir undurchsichtig und unsicher erscheint.

Besonders engagiertes MitgliedSparer (der Ältere) am 26.05.2026

Jedenfalls spricht fixe 6 Prozent p.a. schon für ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Star der CommunitySpooky78 am 26.05.2026

@ Stefan Erlich: Ich stimme Dir grundsätzlich zu, allerdings ist hier im Vergleich zu anderen Anlagen, die in den letzten Tagen in diesem Forum erwähnt wurden - von mutmaßlich dubiosen FG-Vermittlern über High Yield-Unternehmensanleihen bis hin zu Millionenbeträgen auf einzelnen TG-Konten - das Risiko tatsächlich überschaubar und auf einen konkreten Geldbetrag (10k) begrenzt.

Dieser Post wurde am 26.05.2026 um 11:51 Uhr geändert.
Registriertes Community-MitgliedRoland am 26.05.2026

@Spooky78: wer 10 Riesen zum Spekulieren einsetzen will darf diese gerne investieren. Es gibt auch lizensierte Casinos in Deutschland.

Star der CommunitySpooky78 am 26.05.2026

@ Roland: Casinos setzen ihren Besuchern jedoch i.d.R. kein Limit und haben auch keine Insolvenz-Absicherung. Die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlusts dürfte dort um ein vielfaches höher sein als bei dem erwähnten Produkt - was aber nicht heißen soll, dass ich diesbezüglich eine Anlageempfehlung ausspreche. Wie der Nutzer "Sparer" schon sagt, belegt die versprochene Verzinsung bereits ein erhöhtes Risiko. Dieses ist aber - anders als in Casinos - begrenzt.

Dieser Post wurde am 26.05.2026 um 13:54 Uhr geändert.
Registriertes Community-MitgliedUli am 26.05.2026

Alle Banken der baltischen Staaten mit L am Anfang ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Dieser Post wurde am 26.05.2026 um 14:39 Uhr geändert.
Besonders engagiertes MitgliedS.G. am 26.05.2026

Das hat doch mit "Tagesgeld" nichts zu tun, und ist auch keine "Tagesgeld-Alternative".

Wenn ich eine ernsthafte Rendite mit meinem Geld erzielen möchte, landet es in einem weltweiten Aktien-ETF. Da habe ich ein gewisses Risiko (wenn auch breit gestreut - geographisch sowie über viele Unternehmen und Branchen), es kann mal deutlich runtergehen, aber dafür habe ich auch keine nach oben gedeckelte Rendite und auf lange Sicht hat sich die Weltwirtschaft bisher noch jedes Mal wieder erholt.

Wenn ich Geld sicher anlegen möchte (z.B. als liquide Reserve und Notgroschen), landet es auf einem Tagesgeldkonto. Da habe ich kaum Risiko dank Einlagensicherung, dafür eine nach oben gedeckelte Rendite, die nach Steuer kaum die Inflation ausgleicht. Aber das ist eben der Preis für eine sichere Anlage mit jederzeitiger Verfügbarkeit.

Dieses Produkt hier vereint das Schlechteste aus beiden Welten - eine absolut riskante Anlage, im Vergleich zu einem Welt-Aktien-ETF kaum Streuung (ausschließlich polnische Verbraucherkredite), keine Einlagensicherung und aber eine nach oben gedeckelte Rendite, die (meiner Meinung nach) in keinem Verhältnis zum Risiko steht.

Registriertes Community-MitgliedRoland am 26.05.2026

Zitat Homepage: 

1. Primäre Liquidität – Investorennachfrage
FLEXI ist so konzipiert, dass die Investorennachfrage in der Regel das verfügbare Angebot übersteigt. Das bedeutet, dass möglicherweise bereits Investoren darauf warten zu investieren.
Wenn Sie eine Verkaufs- (Auszahlungs-) Anfrage stellen:
wird Ihre Investition sofort von einem anderen Investor gekauft, sofern sich Investoren auf der Warteliste befinden.

Das ist nichts anderes als ein klassisches Schneeballsystem.

Star der CommunitySpooky78 am 26.05.2026

@ S.G. & Roland: Ich komme mir zwar etwas komisch dabei vor, ein Angebot zu verteidigen, in das ich selbst auch nicht investieren würde und das ich hier nur vorgestellt habe, um mal Alternativen zum TG-„Einerlei“ sowie deren Chancen und Risiken aufzuzeigen, ich möchte Ihnen/Euch aber dennoch in einigen Punkten widersprechen: 

Mit Tagesgeld ist dieses Angebot m.E. schon vergleichbar, weil es:
1. täglich verfügbar ist (wenn auch mit Einschränkungen)
2. einen festen Zinsssatz verspricht und es
3. auch eine gewisse Absicherung durch den lettischen Anlegerschutz gibt.

Es handelt sich hierbei auch nicht um ein „klassisches Schneeballsystem“, weil die Rendite hier nicht von der Gewinnung immer neuer Kunden/Anleger, sondern von bereits vorhandenen ABS abhängt. Lediglich die Liquidität kann u.U. eingeschränkt sein.

Fazit: Ja, es gibt unbestreitbar ein höheres Risiko und auch die Renditechancen sind durch die Maximalanlage von 10k begrenzt, aber es ist - zumindest nach meinem Kenntnisstand - ein legales und legitimes Produkt, das man nutzen kann oder eben auch nicht.

Dieser Post wurde am 26.05.2026 um 16:07 Uhr geändert.
Registriertes Community-MitgliedRüdiger am 26.05.2026

P2P, das ist schon eine Welt für sich, kann man machen, muss man aber nicht. Es gibt ja genügend Alternativen in dem Renditebereich, schiele ich nur auf ETFs.

Ich selbst hatte mir vor vielen Jahren bei Bondora (Heute GoAndGrow) die Nase an der Schaufensterscheibe platt gedrückt, und immer und immer wieder auf die Hompage gesurft ummich zu Informieren und die Nadel im Heuhaufen zu finden.

Nach langem Hin und Her hab ich es dann am Ende gelassen. Nicht weil es undurchsichtig oder irgendwie "dubios" erschien, es war einfach mein Bauch Gefühl das nein sagte. Klar, so ein Testballon von 1000 € hätte ich machen können, aber wie hier schon geschrieben wurde, der ganze Steuerkram, da hätte ich auch keinen Bock drauf. Twino stellt zwar eine Steuerbescheinigung aus, trotz allem mache ich lieber einen Bogen um die Doppelbesteuerung.
Das sind im Steuerprogramm zwar nur wenige Mausklicks, aber ich bin es gewohnt das die Geldhäuser meine Steuern abführen, so hab ich nichts zu tun damit, Anlage KAP hatte ich noch nie im Leben benötigt.

Von daher meine ich zumindest P2P ist eine echte Alternative wenn man 1 bis 10 k zuviel hat, da bin ich bei Spooky78, es gibt allerdings genügend Alternativen dazu.