Wenn ich es richtig verstehe, überweise nicht ich meinen Anlagebetrag an die J&T Bank, sondern J&T möchte das Geld von meinem Girokonto per SEPA-Lastschrift einziehen. Richtig? Das bedeutet die Unwägbarkeit, zu welchem Zeitpunkt genau dies geschieht. Ich möchte ungern zig-tausend Euro auf meinem (unverzinsten) Girokonto vorhalten, während sich J&T dann zwei Wochen Zeit lässt mit der Abbuchung und Festgeldanlage.
Kann hier jemand eigene Erfahrungen teilen? Wie geht das genau vonstatten, insbesondere in welchem Zeitrahmen? Was passiert, wenn zum Zeitpunkt der (versuchten) Abbuchung mein Girokonto noch nicht ausreichend gedeckt ist?
Wo hast du denn dieses Prozedere entdeckt ? Ich bin dort seit 2022 und damals wars so, daß man nicht direkt ein FG Konto angelegt bekommen hat, sondern "vorher" ein TG Konto eröffnet wurde. AUF dieses konnte man dann VON seinem Giro aus überweisen und anschließend das FG Konto eröffnen. Das TG Konto dient dabei auch als Verechnungskonto, auf dem die Zinsen landen und bei Ablauf der angelegte Betrag. Lastschrift / Einzug WURDE hier nie praktiziert....ist das wohl jetzt so / neu ?
@Capitano
Bei J&T ist beides ist möglich. Eine Anlage kann direkt vom Tagesgeldkonto erfolgen oder auch per Lastschrift von einem beliebigen Konto eingezogen werden. Hier hat man zudem die Option einen Termin ca. 10 Tage in der Zukunft auszuwählen.
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@ Capitano
Ich würde auch den von @Jojo beschriebenen Weg wählen, zunächst das Tagesgeldkonto zu eröffnen, da es ohnehin als Verrechnungskonto miteröffnet werden muss. Dann kannst Du den Betrag, der für das Festgeldkonto vorgesehen ist, vorab auf das Tagesgeldkonto überweisen, wo er dann zumindest sofort verzinst wird.
Bei der Eröffnung eines Festgeldkontos hat man gemäß der Beschreibung auf der Homepage der Bank die Wahlmöglichkeit, den Anlagebetrag vom Tagesgeldkonto oder vom externen Referenzkonto einziehen zu lassen. Wie das genaue Verfahren ist, kann ich leider nicht sagen, da ich dort nicht Kunde bin.
Bei der Volkswagen Bank funktioniert das ähnlich. Dort kann man selbst einen bestimmten Tag (maximal 14 Tage in der Zukunft) festlegen, an dem der Betrag vom Tagesgeldkonto umgebucht oder vom externen Referenzkonto per Lastschrift eingezogen werden kann. Damit kann man somit sicherstellen, dass der Betrag am Fälligkeitstag zur Verfügung steht.
VG Hans-Jürgen
Ich kann eigene Erfahrungen zum J&T Festgeld und eine Zeitschiene aus der Praxis beisteuern:
Das Festgeld wurde von mir am Donnerstag (22.01.) diesen Jahres beantragt. Da das J&T Tagesgeldkonto zum damaligen Zeitpunkt nur mit 1,75% verzinst war, habe ich als Abbuchungskonto für die Lastschrift stattdessen mein externes Girokonto bei der BBVA gewählt (dort wurde das geparkte Guthaben mit 3% weiter verzinst).
J&T eröffnete das neue Festgeldkonto direkt am Freitag (23.01.) mit Wertstellungsdatum am Freitag (23.01.). Der Einzug des gewünschten Anlagebetrages vom externen Abbuchungskonto bei der BBVA erfolgte am Montag (26.01.) mit Valuta am Montag (26.01.).
Fazit: Der Eröffnungsprozess ging bei mir so schnell vonstatten, dass das Festgeld von der J&T schon am Freitag eröffnet (und damit auch verzinst) wurde, obwohl die Bank zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch gar nicht effektiv über den Anlagebetrag verfügen konnte. Denn das Geld ging ja erst am darauffolgenden Montag per Lastschrift von der BBVA ab. Das nenne ich mal kundenfreundlich ;-)
Grüße
Matteo
Kann auch meine eigene Erfahrung zu FG-Anlagen bei der J&T geben.
Ich mache das immer über das vorhandene Tagesgeldkonto. Das ist am einfachsten.
Da die J&T Direktbank Echtzeitüberweisungen empfängt, kann ich am Tag, an dem ich das Geld anlegen möchte per Echtzeit überweisen und somit direkt noch am selben Tag als FG anlegen.
Noch ein Hinweis: Ist der Tag der Fälligkeit an einem Samstag oder Sonntag, bekommt man die Festgeldzinsen auch noch für den Samstag und Sonntag (war bisher jedenfalls bei den bisherigen FG-Anlagen bei der J&T bei mir).
Ist die bisher einzige mir bekannte Bank, die das so macht.
Andere Banken bei denen ich FG angelegt habe schieben das Geld dann im Regelfall auf das TG-Konto, welches ja generell niedrigere Zinsen hat … wie gesagt nur als Hinweis für die Pfennigfuchser ;-)
...Stefan
@JojoBezgl. des nötigen Tagesgeldkontos heißt ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@Matteo
Vielen Dank für Deinen Bericht! In Deinem Fall (Ursprungs-Girokonto mit guter Verzinsung) hattest Du natürlich gute Karten! Freut mich zu hören, dass das Procedere so flott vonstatten ging! :-)
@Stefan
Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht! Diese "Samstag/Sonntag"-Verfahrensweise klingt in der Tat sehr kulant! :-)
@Matteo
Hallo,
habe ich das jetzt richtig verstanden, daß Ihr BBVA Girokonto nur als Abbuchungskonto für die Lastschrift verwendet wurde, aber es war nicht Ihr Referenzkonto, das bei der J&T Bank registriert ist?
Ich möchte das nämlich genauso machen.
@Espresso_Fan1:
Korrekt, mein Girokonto bei der BBVA diente für das neue Festgeld bei der J&T nur als sog. "Abbuchungskonto", d.h. der Anlagebetrag wurde per Lastschrift vom BBVA-Girokonto eingezogen. Das BBVA-Girokonto ist aber bei mir KEIN Referenzkonto, NICHT für das J&T Tagesgeld und auch NICHT für das neu eröffnete J&T Festgeld!
Die Spanier sollten nur "Geldlieferant" sein; sonst bitte gar Nichts ;-)))
Das hatte für mich den charmanten Vorteil, dass der dort geparkte Anlagebetrag durchgehend mit mindestens 3% verzinst wurde. Ich kam von der BBVA mit 3% und ging zur J&T mit damals 3,05%. Heute (mit Stand April) liegen die Konditionen bei der J&T sogar nochmal besser, aber was soll's. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man ...
Hier meine gewählte Konstellation, ich verwende den J&T-"Jargon", dann müssten Sie sich eigentlich in der Antragsstrecke der Bank wiederfinden:
***J&T Tagesgeld***
Zinszahlungsrhythmus: monatlich
Referenzkonto: externes Girokonto bei der ING (Sie müssen dort Inhaber/Mitinhaber sein)
***J&T Festgeld***
Zinszahlungsrhythmus: jährlich
Zinsverwendungskennzeichen: Auszahlung der Zinsen auf das Zinsgutschriftskonto
Zinsgutschriftskonto (= wo gehen die laufenden Festgeldzinsen hin?): J&T Tagesgeld
Gutschriftskonto (= wo geht das Festgeldkapital bei Endfälligkeit hin?): J&T Tagesgeld
Belastungskonto (Abbuchungskonto): externes Girokonto bei der BBVA (Sie müssen dort Inhaber/Mitinhaber oder gesetzlicher Vertreter sein)
Das Lastschriftmandat für die BBVA können Sie gleich im Rahmen der Antragsstrecke für das J&T Festgeld per Hakenfeld mit erteilen.
Grüße
Matteo