
Grundsätzlich ist für die Sicherheit einer Anlage der Piraeus Bank sowohl die Bonität der Bank selbst (Bankrating) als auch die Bonität des Landes, das für die Einlagensicherung zuständig ist (Länderrating), relevant.
Im Fall der Piraeus Bank S.A. liegen uns aktuell folgende Ratings vor: BB+ (Standard & Poors, 2025), Baa2 (Moody's, 2025) und BBB- (Fitch, 2025). Frei übersetzt: Die Piraeus Bank S.A. über ein Rating im oberen Mittelfeld. Das entspricht in Kombination mit der Einlagensicherung immer noch einer relativ guten Geldanlage, allerdings kann es nach der Definition der Ratungagenturen bei schweren wirtschaftlichen Turbulenzen durchaus zu Problemen kommen.
Die Einlagensicherungssysteme in Europa verfügen nur über sehr begrenzte finanzielle Mittel, weshalb selbst mittelgroße Bankpleiten zu Engpässen bei der Entschädigung von Anlegern führen können. In der Vergangenheit ist in solchen Fällen immer der jeweilige Heimatstaat eingesprungen. Zur Bewertung der Sicherheit der Piraeus Bank macht es daher durchaus Sinn, sich das Rating des Heimatlandes (Griechenland) anzuschauen, denn dieses gibt Auskunft darüber, ob das Land im Falle einer größeren Bankenpleite überhaupt in der Lage wäre, zusätzliche Mittel zur Stützung des Einlagensicherungsfonds am Geldmarkt aufzunehmen.
Aktuell liegen uns zu Griechenland drei Ratings vor: BBB (Standard & Poors), Baa3 (Moody's) und BBB (DBRS). Damit verfügt Griechenland über eine Bonität im oberen Mittelfeld, was im Falle des Falles für eine Stützung des Einlagensicherungsfonds ausreichen sollte. Unabhängig vom Rating Griechenlands sollte man sich stets vergegenwärtigen, dass der Staat rein rechtlich nicht zum Eingreifen verpflichtet ist, sollte seine Einlagensicherung über ungenügend Mittel zur Entschädigung der Anleger der Piraeus Bank verfügen.