Grundsätzlich ist für die Sicherheit einer Anlage bei Raisin sowohl die Bonität der Bank selbst (Bankrating) als auch die Bonität des Landes, das für die Einlagensicherung zuständig ist (Länderrating), relevant.
Im Fall von Raisin liegen uns aktuell nur Ratings der Muttergesellschaft Deutsche Bank AG vor, also nicht von der spezifischen Bank selbst. Die Ratings fallen wie folgt aus: A (Standard & Poors, 2025), A1 (Moody's, 2022), A- (Fitch, 2025) und Ahigh (DBRS, 2025). Frei übersetzt: Die Deutsche Bank AG über ein gutes Rating, sodass die Wahrscheinlichkeit einer Pleite/Insolvenz der Bank zumindest laut Meinung der Ratingagenturen als relativ gering einzustufen ist.
Die Einlagensicherungssysteme in Europa verfügen nur über sehr begrenzte finanzielle Mittel, weshalb selbst mittelgroße Bankpleiten zu Engpässen bei der Entschädigung von Anlegern führen können. In der Vergangenheit ist in solchen Fällen immer der jeweilige Heimatstaat eingesprungen. Zur Bewertung der Sicherheit von Raisin macht es daher durchaus Sinn, sich das Rating des Heimatlandes (Deutschland) anzuschauen, denn dieses gibt Auskunft darüber, ob das Land im Falle einer größeren Bankenpleite überhaupt in der Lage wäre, zusätzliche Mittel zur Stützung des Einlagensicherungsfonds am Geldmarkt aufzunehmen.
Aktuell liegen uns zu Deutschland keine Ratings vor. Entsprechend schwierig ist es, die Bonität Deutschlands und damit die Wahrscheinlichkeit einer Stützung der Einlagensicherung einzuschätzen.