Diese negative Bewertung zur Sparda Bank Hessen wurde uns am 20.04.2018 vom Nutzer Wenda7 übermittelt.
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Sparda Bank Hessen Erfahrungsbericht #2von Wenda7

Negative Bewertung der Sparda Bank Hessen

Bei der Sparda Bank Hessen haben mein Mann und ich u. a. Erfahrung mit zwei Baufinanzierungen (2000 und 2008, beide nicht mehr aktiv), einem Festgeld (um 2001, auch nicht mehr aktiv) und einem Girokonto (2000) gemacht.

Die Kontoeröffnungen des Girokontos wurde damals in der Filiale durchgeführt und waren somit umgehend erfolgt. Das Festgeldkonto wollten wir ebenfalls in der Filiale eröffnen. Bei einem Besuch wurde die Eröffnung zu diesem Zeitpunkt allerdings abgelehnt und auf die Notwendigkeit eines Termins hingewiesen. Ich bin selbst gelernte Bankkauffrau, kenne dieses Verhalten aus der Praxis nicht und empfinde es als absolut nicht kundenfreundlich.

Insgesamt waren die Eröffnungen zwar verständlich, allerdings mit wesentlich mehr Papierkram verbunden als ich es von anderen Banken kenne. Aktuell führen wir aktiv nur noch das Girokonto, für das ich insgesamt eine negative Bewertung abgeben muss.

Der Zugang zum Online-Banking war erst etwa vier Wochen nach Kontoeröffnung (Girokonto) möglich. Ich nutze das Online-Banking nahezu täglich für Überweisungen, zur Kontoübersicht oder auch um die Kontoauszüge in der Postbox einzusehen. Die Postbox ist meiner Meinung nach ungünstig im Online-Banking platziert. Außerdem werden neue Nachrichten nicht direkt in der Übersicht angezeigt, weshalb ich schon aktuelle Informationen wochenlang nicht gesehen habe. Ich werde teilweise zwar per E-Mail über neue Nachrichten informiert, allerdings nicht immer. Welche Unterscheidung hier gemacht wird, ist mir nicht ganz klar. Als störend empfinde ich außerdem, dass Nachrichten in meiner Postbox ankommen, die mich über Polizeimusik-Konzerte o. Ä. informieren. So wird meine Postbox allerdings zusätzlich unübersichtlich.

Ich nutze momentan noch iTAN, das bei Kontoeröffnung die Standardvariante war. Da dieses Verfahren im Herbst allerdings eingestellt wird, werde ich wechseln müssen. Ich würde gerne mTAN nutzen, allerdings sind hier nur wenige Überweisungen im Monat kostenlos. Selbst bei mittlerer Kontonutzung würde diese Anzahl meiner Meinung nach nicht ausreichen. Diese Vorgehensweise kenne ich von anderen Banken nicht und finde ich auch nicht zeitgemäß. Die Alternative ist chipTAN, wofür allerdings ein separates Gerät genutzt werden muss. Das schreckt mich ab, weshalb ich bisher noch nicht gewechselt bin.

Zum Girokonto bei der Sparda Bank sind wir ursprünglich gekommen, weil dies für die Baufinanzierung nötig war. Das Girokonto nutzen wir bis heute rege, da unsere monatlichen Abbuchungen darüber laufen und wir bislang zu faul waren, dies auf eine andere Bank umzustellen. Dies ist auch der einzige Grund, weshalb wir bei dieser Bank noch das Girokonto haben. Ich habe dort wiederholt folgende, sehr schlechte Erfahrungen gemacht:

1) Die Bank bekam es über Jahre nicht hin, einen Überziehungskredit i. H. v. 1.000 € einzurichten, bei einem Vermögen von mehr als 800.000 € (teilweise bei anderen Banken) und einem abbezahlten Haus als Sicherheit.

Erschwert wurde mir das Ganze, da ich bei Anrufen in einem Service-Center landete, in dem ich die Mitarbeiter als nicht ausreichend geschult betrachte und ich von einem Mitarbeiter aus der Filiale zurückgerufen werden musste. Ich wollte lediglich wissen, welche Dokumente nötig seien, um den Überziehungskredit einzurichten. Der Herr, der sich auf meine Rückfrage bezog, zeigt sich ebenfalls nicht auskunftsfähig. Er fragte mich lediglich, weshalb wir denn nicht unser ganzes Geld bei der Sparda Bank angelegt hätten. Schließlich hatte ich ihn soweit überzeugt, sich auf mein Anlegen zu konzentrieren. Während ich am Telefon wartete, las er Prozesshandbücher um mir auf meine Standardfrage eine Antwort zu geben. Ich schlug daraufhin vor, dass der Herr mich bitte zurückrufen solle, sobald er eine Lösung für mein Problem gefunden hätte. Einen Rückruf habe ich nie erhalten.

Nach erneuten Anrufen bei der Hotline und einem Gespräch mit einer Geschäftsstellen-Leiterin haben wir nach sehr langem Hin und Her nun doch noch einen Überziehungskredit erhalten. Dieses Hin und Her für ein gängiges Vorgehen ist für mich nicht nachvollziehbar. Wir hatten durch sich überschneidende Geldeingänge und Abbuchungen bis dahin wiederholt Mehraufwände und -kosten, da Lastschriften zurückgebucht wurden.

2) Wir waren im Urlaub in den USA. Vor der Abreise hatte ich mich bei der Hotline erkundigt, ob unsere EC‑Karte zur Geldabhebung dort geeignet ist. Dies wurde bejaht. Leider konnten wir weder an Geldautomaten noch in Bankfilialen Geld abheben und mussten letztendlich in ein Casino gehen (Empfehlung einer Bank in den USA), um Geld zu erhalten. Hierbei entstanden uns Gebühren i. H. v. etwa 50 Euro.

3) Wir hatten für eine Umbauarbeit eine größere Summe in einem Baumarkt zu bezahlen. Die Zahlungen mit Karte der Sparda Bank Hessen sind aber pro Tag beschränkt. Ich rief im Service-Center an, um dieses Limit heraufzusetzen. Dort teilte man mir mit, dass das Limit erhöht wurde. Im Baumarkt zeigte die Karte an, dass ich nur bis zum ursprünglichen Limit zahlen könne. Die Dame im Service-Center hatte das Kartenlimit der Karte meines Mannes erhöht, nicht jedoch das Limit meiner Karte. Ich musste also nach erneuten Anrufen im Service-Center nochmals Zeit und Benzin investieren, um zum Baumarkt zu kommen. Von der Bank gab es keine Entschuldigung für dieses Versehen.

Ich bin insbesondere mit dem Service der Sparda Bank nicht zufrieden. Lösungen wurden uns teilweise gar keine angeboten oder nur nach mehrmaligem Nachfragen und mit erheblicher Verzögerung. Ich kann die Bank absolut nicht empfehlen.