Auch wenn ich äußert selten Zeit verschwende, Vorgänge solch Art öffentlich zu kommentieren, sehe ich hier auch den Bedarf darauf hinzuweisen, dass man solchen "Institutionen" wie Bondora hilflos ausgeliefert ist und sein Geld lieber anderswo anlegt.
Nach Abschluss aller erforderlichen Aktionen zur Anmeldung und nachdem ich am 01.03.2026 die Mitteilung erhielt:
"Ihr Bankkonto wurde verifiziert. Sie haben die Einrichtung Ihres Kontos erfolgreich abgeschlossen und können jetzt alle Vorteile als Bondora-Investor nutzen.", war ich frohen Mutes und wollte diese "Vorteile" auch sofort nutzen.
Am 02.03.2026 dann noch diese Mitteilung:
"Wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass Ihr Identifikationsprozess nun abgeschlossen ist und dass Ihr Investo-Konto komplett eingerichtet ist."
Also wurden drei 5-stellige Beträge überwiesen, am 01.03 und 02.03.
Erste Überraschung - nur der erste und dritte Betrag wurde von Bondora ab 03.03 und 04.03 "investiert".
Unklar blieb, wohin der zweite Betrag verschwunden war.
Eine Nachfrage bei meiner Bank ergab, dass der Betrag ordnungsgemäß an Bondora gezahlt wurde.
Am 03.03. dann die Aufforderung von Bondora "Handlung erforderlich: Bitte bestätigen Sie die Herkunft des Geldes"!
Unklar bleibt generell welcher der Beträge oder ob die Gesamtsumme gemeint war?
Was sollte ich da noch bestätigen, dass Geld kommt von meinem Konto aus Deutschland,
wurde in 50 Jahren schon mehrfach versteuert und Überweisungen zwischen meinen Tagesgeldkonten,
Depotkonten und anderen Konten wohl von deutschen Ämtern und Behörden geprüft, wenn es erforderlich gewesen wäre.
Am 04.03. dann: "Wir haben das von Ihnen eingezahlte Geld reserviert, das heißt, zum Investieren vorgemerkt. Bevor Sie investieren können, müssen Sie aber noch Ihr Konto bei Bondora verifizieren."
Es wurde nur ein Betrag "reserviert" die anderen wurden "investiert" und "Zinszahlungen erfolgten.
Also am 05.03. Kontoauszüge zu Buchungen von meinem Konto an Bondora, und Auszug zum regelmäßigen Renteneinkommen gesendet.
Das reichte diesen Spezialisten nicht - keine Angaben was sie eigentlich wollten - reinesRatespiel!
Am Freitag 06.03. nochmal kompletten Kontoauszug mit wesentlichen Buchungen gesendet.
Nun Stille im Wald - Wochenende!
Am Montag 09.03. dann weiter: "Verifizierung Einzahlungen" und "Leider ist das angehängte Dokument nicht ausreichend, da es nicht vorweist, woher die Geldmittel stammen."
Woher war doch klar - von meinem Konto, mühsam erspart - hatte ich schon mitgeteilt!
Am Dienstag 10.03. mein letzter Versuch.
Gesendet hatte ich als "Gehaltsabrechnung" meinen vier Jahre alten Rentenbescheid und Bondora vorgerechnet welcher Betrag in vier Jahren gezahlt wurde.
Dieser Betrag war nur etwa in einer Höhe welcher nicht "investiert" und "reserviert" wurde.
Am Mittwoch 11.03.2026 dann "Sie haben gerade xx,xxx€ auf Ihr Konto eingezahlt."
Eingezahlt hatte ich diesen Betrag allerdings bereits am 02.03.2026, 10 Tage vorher.
Was fehlt sind die Zinsen vom 02.03 bis 11.03.2026.
Auf die Forderung zur Zahlung der Zinsen in Höhe von ca. 80,00 EUR dann diese Mitteilung.
"In diesem konkreten Fall haben wir dies jedoch noch einmal geprüft und konnten leider keine Grundlage für eine Entschädigung finden."
Zusammenfassend folgendes:
Ein "Investor" bei Bondora hat kein eigenständiges Konto.
Alle eingezahlten Beträge gehen auf ein Bondora Konto.
Bondora hat also volle Verfügbarkeit über die eingezahlten Beträge - auch über meinen "vorgemerkten" Betrag.
Das der von mir am 10.03. vorgerechnete Betrag unwesentlich über dem "reservierten oder vorgemerkten" Betrag lag, hat Bondora nicht mehr interessiert.
Wovon ich jahrelang allerdings meinen Lebensunterhalt gezahlt hatte, war uninteressant.
Um auf den nachzuweisenden Betrag zu kommen, wäre dann noch "Schwarzgeld" erforderlich gewesen.
Also kann ich diese willkürliche Vorgehensweise, mit der zeifelhaften Begründung einer Prüfung, und 10 Tage keine Zinszahlung nur als Betrug bezeichnen.
Bei Bondora wird man offensichtlich betrogen und eingezahlte Gelder willkürlich "Reserviert", und dann keine "Zinsen" gezahlt.
Wie sollte auch aus einem anderen Land geprüft werden können, woher seit jahrzehnten meine Ersparnisse kommen?
Wie schon von verschiedenen "Investoren" beurteilt wurde, zahlt eure Beträge nicht an Bondora - es gibt andere wo es anständiger zugeht.
@No Bodora: Ich kannte die Platform gar nicht. KI hat mir dann erzählt, dass Bondora ein P2P-Kreditmarktplatz (seit 2008) ist. Es bestünden hohe Investitionsrisiken, einschließlich möglicher Totalverluste, da es sich um unbesicherte Verbraucherkredite handle. Bondora Go & Grow ist ein reines hochriskantes Anlageprodukt, kein garantiertes Tagesgeld. Estnische Finanzaufsicht, keine Einlagensicherung. Ich denke damit sind wir weit weg von allem, was hier bei kritische Anleger diskutiert wird. Da gibt es bessere Foren. Ich hoffe, dieses wertvolle, hochversteuerte und investierte Geld ist nur Spielgeld, das nicht weiterhin benötigt wird.
Die Büchse der Pandora.... Äh... Bondora. ;-)
Die P2P-Plattform kannte ich bisher auch nicht. Wäre für mich aktuell auch kein Investment da ich hier dann eher zu Aktien oder High Yield Bonds greifen würde.
@No.Bondora Vielen Dank für die geschilderten Erfahrungen und Abläufe. Die Prüfung der Mittelherkunft (wahrscheinlich durch die SEB Bank) zeigt zumindest dass die Firma in diesem Punkt seriös arbeitet. Was für den einzelnen Investor als Schikane wirken mag hat im Hintergrund aufsichtsrechtliche Grundlagen. Die Frage wie das ganze ausgesteuert wird ( Zufallsprinzip, Beitragshöhe, Angaben im Verwendungszweck, beteiligte Banken, Neukundenstatus, Aufteilung der Einzahlungssummen oder eine Kombination der Punkt) haben wir hier bisher auch nicht gänzlich klären können. Die jeweilige Bank hat hier mehr Angst von möglichen Strafzahlungen als vor einem verärgerten Kunden. Wichtig ist bei einem Nachweis der Mittelherkunft vor allem die schlüssige Kette. Ein alter Kontoauszug von 100.000 Euro ist KEIN Nachweis woher jemand dieses Geld ursprünglich hat. Hier sind Nachweise zu Schenkungen, Immobilienverkäufen, Gehaltshöhe, Erbschaften, erhaltener Bonuszahlungen, Abfindungen oder Entwicklungen von Depots zielführend. Die entgangen Zinsen sind natürlich ärgerlich. Wird aber sicher irgendwo stehen dass eine Verzinsung erst ab Investition bei Bondora anfällt.