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EZB Leitzins vom 18.12.2025 unverändert

EZB Leitzins vom 18.12.2025 unverändert

Besonders engagiertes MitgliedBlacky am 18.12.2025

Die EZB lässt den Leitzins unverändert bei 2,0 %.

Registriertes Community-MitgliedUli am 18.12.2025

Obwohl die 2,0 % der EZB bleiben, buhlen die Banken mit den leichten Zinssteigerungen nur um Kunden.

Mitglied der RedaktionStefan Erlich am 18.12.2025

Die EZB kann mit ihren "Leitzinsen" (gibt ja eigentlich drei davon) die Zinsen am Markt zwar durchaus steuern, gleichzeitig aber auch nur bis zu einem gewissen Grad. Am Ende ergeben sich die Zinssätze vor allem am Geldmarkt anhand von Angebot und Nachfrage sowie den Zeit- und Risikopräferenzen der Marktteilnehmer. Es ist ein komplexes Gebilde und so rein auf die EZB kann man sich (leider?) nicht verlassen.

Übrigens interessant, wie dynamisch sich die Festgeldzinsen (siehe https://www.kritische-anleger.de/festgeld/zinsentwicklung/) im Vergleich zu den Bauzinsen (siehe https://www.interhyp.de/zinsen/) in den letzten 5 Jahren entwickelt haben. Während die Festgeldzinsen ab Nov 2023 wieder deutlich gesunken sind, blieben die Bauzinsen relativ weit oben "hängen". Warum das so war/ist, keine Ahnung :-) Auf jeden Fall interessant ...

Registriertes Community-MitgliedRoland am 19.12.2025

@Stefan: Was ich nicht verstehe ist, warum man ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Besonders engagiertes MitgliedBlacky am 19.12.2025

@Roland:
Uns Kleinanlegern muss so eine Bank nicht Rede und Antwort stehen, was sie mit dem Geld macht, der EZB gegenüber aber schon. Viele Banken geben das Geld an Kunden weiter, die bei ihnen einen Konsumkredit aufnehmen (z. B. für Auto, Waschmaschine usw.). Diese Zinsen (z. B. auch bei Überziehungen) sind zumeist höher und von dieser Gewinn - Marge "lebt" die Bank.
- Das Geld, ist auch keine Leihe, sondern ein Kredit. - Schließt man einen Festgeldvertrag ab, gewährt man der Bank über die Laufzeit, Anlagesumme und Zinshöhe, einen Kredit. Man wird somit zum Kreditgeber!
Zudem erhofft sich eine Bank ein Folgegeschäft und den Kunden möglichst ganz an sich binden zu können: Wer ein Tagesgeld abschließt, eröffnet vielleicht über kurz oder lang auch ein Girokonto, oder sie koppelt daran gleich die Bedingung.

Über die EZB käme eine Bank nicht an neue Kunden (Kreditgeber, Kreditnehmer). Also geht sie direkt auf den Privatmarkt.
- Wir Anleger profitieren mit unseren Guthabenzinsen davon und Anlageplattformen (auch KA)
erhalten dafür Provisionen. Eben einfach Marktwirtschaft.

Besonders engagiertes MitgliedSparer (der Ältere) am 21.12.2025

@Roland: Tagesgeld wird von ALLEN Banken nur als Mittel zum Zweck betrachtet - wobei die Zwecke unterschiedlich sind: Einige Banken wollen damit direkt Geld verdienen (Tagesgeldzinssatz unterhalb des EZB-Einlagesatzes, so dass sie es bei der EZB gewinnbringend anlegen können), andere indirekt (Nutzung für Kredite), wieder andere "noch" indirekter - sie hoffen, dass die Bestandskunden gewinnbringende Produkte abschließen. Oft ist es auch ein Mix davon. Hinzu kommt, dass die EZB nicht alle Assets an Sicherheiten akzeptiert; das könnte aktuell auch eine Rolle spielen.

Ein wesentliches Problem dürfte derzeit bzw. konkret seitdem die BBVA 3,0 (bzw. anfangs sogar bis 3,5) Prozent p.a. bietet, sein, dass die Banken sich mit ihren Angeboten gegenseitig unter Zugzwang setzen, ihrerseits bessere Konditionen zu bieten.

Darauf deutet hin, dass nach Etablierung des BBVA-Angebots, welches sehr viele Kunden und Gelder von anderen Banken abgezogen hat, die Konkurrenz i.d.R. nicht direkt auf 3,x Prozent p.a. erhöht hat, sondern es erst mal mit Zinssätzen oberhalb des EZB-Einlagesatzes "probiert" hat. Nur hatten diese Idee eben viele Banken, so dass die Ziele (Neukundenzahl, Umfang an Neugeld, etc.) damit offenbar nicht erreicht wurden, sie also wechselseitig immer weiter erhöhen mussten, so dass mittlerweile sehr viele Banken um 3,0 Prozent p.a. bieten.

Registriertes Community-MitgliedErnie am 21.12.2025

@Sparer (der Ältere)
>nach Etablierung des BBVA-Angebots, welches sehr viele Kunden und Gelder von anderen Banken abgezogen hat

Interessant fände ich, ob sich deine Vermutung, die BBVA hätte mit ihrem Markteintritt andere Banken unter Druck gesetzt, mit belastbaren Zahlen untermauern lässt.
Gibt es Zahlen über aktuelle Einlagesummen der BBVA, die man in Relation zu anderen Banken setzen könnte?

Besonders engagiertes MitgliedSparer (der Ältere) am 22.12.2025

Ich kenne keine - dennoch ist meine Aussage keine ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Star der CommunityChris am 22.12.2025

"Interessant fände ich, ob sich deine Vermutung, die BBVA hätte mit ihrem Markteintritt andere Banken unter Druck gesetzt, mit belastbaren Zahlen untermauern lässt."

Die BBVA hat ihre Digitalbank in Italien - vergleichbar dem Projekt, das sie in Deutschland im Juni gestartet hat - ja schon vor vier Jahren ins Leben gerufen und dort zieht die Bank definitiv jährlich neue Kunden von anderen Banken ab. Nach aktuellen Dezember-Zahlen beläuft sich die Kundenzahl der BBVA in Italien mittlerweile auf 800.000 und bis Ende nächsten Jahres sollen es bereits 1 Mio. Kunden sein. Diese Kunden und deren Einlagen fehlen dann z.T. bei anderen italienischen Banken. Und vor drei Wochen vermeldete die BBVA, dass die Resonanz ihrer Digitalbank in Deutschland noch positiver war in als Italien.

Im aktuellen Q3-Bericht der BBVA sind zwar keine konkreten Zahlen über die Kundeneinlagen in Deutschland zu finden, dort steht allerdings, dass das globale Wachstum der Kundeneinlagen von Q1 bis Q3 hauptsächlich auch wegen "bemerkenswerter Beiträge" aus Deutschland insgesamt im deutlich zweistelligen Prozentbereich gewachsen sei.

https://www.bbva.com/es/economia-y-finanzas/el-consejero-delegado-de-bbva-destaca-la-apuesta-del-banco-por-crecer-en-europa-con-su-modelo-de-bancos-digitales-en-italia-y-alemania/

https://www.bbva.com/en/economy-and-finance/earnings-3q2025/