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Festgeld für Firmen (z. B. GmbH)

Festgeld für Firmen (z. B. GmbH)

Anonymer PosterH.Hamacher (Gast) am 16.12.2025

Ich habe bei der TF-Bank schon einmal 50.000 EUR als Festgeld angelegt und diesen Betrag ordnungsgemäß nach einem Jahr zuzüglich Zinsen zurückerhalten. Meine Absicht, erneut wieder Festgeld i.H.V. 20.000,00 EURüber meine GmbH anzulegen geht leider nicht, da das Konto nur auf Privatpersonen errichtet werden kann! Warum ist das so?

Mitglied der RedaktionStefan Erlich am 16.12.2025

Das ist eine gute Frage, die ich mir bis heute nicht so recht beantworten kann, um ehrlich zu sein. Generell gelten de facto alle auf den üblichen Vergleichswebseiten angeboten Tages- und Festgeldkonten nur für Privatpersonen. Angebote für Firmen gibt es auch, aber die sind rar und meist so unterirdisch verzinst, dass sich der Aufwand oft nicht lohnt.

Als Alternative ein Vorschlag: Firmendepot eröffnen (z. B. bei flatex) und darüber dann Geldmarktfonds kaufen. Da gibt es für die "tagesgeldähnliche" Variante in Form des DBX0AN oder auch die bereits hier diskutierten Laufzeit-ETFs (siehe https://www.kritische-anleger.de/forum/depots-und-boerse/laufzeit-etfs-als-festgeld-alternative-chancen-und-risiken-analysiert/), die dann "festgeldähnlich" sind.

Hoffe, das hilft weiter? Vielleicht kann ja jemand mit Insights noch erklären, warum Banken so ungern Gelder von Firmen nehmen?

Dieser Post wurde am 16.12.2025 um 15:52 Uhr geändert.
Star der CommunitySpooky78 am 16.12.2025

Der Verwaltungsaufwand ist für die Banken bei Firmenkunden deutlich höher, allein schon wegen der Möglichkeit, dass es mehrere Verfügungsberechtigte gibt und diese häufig auch mal wechseln. Da müssen umfangreiche Geldwäsche- und andere Regularien beachtet werden, die enorme Ressourcen binden, so dass es sich für die Banken schlichtweg nicht lohnt, insbesondere wenn es sich auch noch, wie im vorliegenden Fall, um ein ausländisches Institut handelt, dass zusätzlich noch die entsprechenden Vorschriften im Heimatland berücksichtigen muss. Daher ist die Verzinsung für Geschäftskonten auch meist deutlich niedriger, da die Banken ihre Mehrkosten ja irgendwie wieder hereinholen müssen. Das von Stefan erwähnte Firmendepot ist dann tatsächlich für viele Unternehmen meist die attraktivere Alternative und die Depotanbieter sparen sich u. a. die mit der Einlagensicherung verbundenen Kosten, so dass auch deren Margen größer ausfallen dürften.