Für die Kontoeröffnung verwendet die schwedische Hoist Bank den Dienstleister Tink Germany GmbH zur Identifizierung - soweit so gut. Nach Durchlaufen des üblichen Vorgangs (Fragebogen, Perso- u. Portrait-Fotos) heißt es, dass zur Veri-fizierung der Inhaberschaft des (eigenen) Girokontos eine Überweisung von 1 €-Cent nötig ist. Wenn man zustimmt, öffnet sich eine neue Seite, auf der man seine Bank angeben muss oder suchen kann, sich dann mit Benutzernamen und PIN (!!) ins Konto einloggen soll. Dort habe ich abgebrochen.
An einer Stelle heißt es, das man Tink 24 Stunden Zugriff einräumt, im folgenden Fenster aber "180 Tage Zugriffsrechte auf Kontostand und -umsätze"!! Und die Seite sieht aus wie eine schlecht gefakte Homepage meiner Bank.
Bei einigen schwedischen Banken scheint das eine übliche Verifizierungsmethode zu sein, die natürlich nichts mehr mit Identitätsprüfung zu tun hat, sondern einerseits mittels 1-ct-Überweisung die Inhaberschaft des Referenzkontos sicherstellen soll (dazu wäre aber keine Zugriffserlaubnis nötig) und andererseits mittels langfristigem Zugriff auf das Referenzkonto alle erdenklichen Verdachtsmomente befriedigen soll - oder möglicherweise auch verhindern, denn unter dem Eindruck der Überwachung passen die meisten Menschen ihr Verhalten an.
Von Ikano wurde das ebenfalls berichtet.
Und von Hoistspar ebenfalls hier: https://www.kritische-anleger.de/hoistspar/festgeld/hoistspar-moechte-zugang-zu-meinem-girokonto/#Beitrag_31671