
Ich habe beim Anmeldeprozess direkt nach bzw. während des online Identverfahrens eine seltsame Erfahrung mit der IKANO Bank gemacht. Ich wurde dort tatsächlich aufgefordert, die Anmeldedaten (incl. Passwort) meines Referenzkontos einzugeben. Ich habe den Vorgang an dieser Stelle natürlich abgebrochen, da die IKANO Bank damit ja die Möglichkeit gehabt hätte, auf meine persönlichen Kontodaten zuzugreifen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit der IKANO Bank gemacht oder weiß, was das zu bedeuten hat?
Ja, das habe ich auch an anderer Stelle schon gehabt, hier von Tink AB, ansonsten auch als ich früher mal Sofortüberweisung genutzt hatte. Ich hatte hier jetzt keine Bedenken, es wird aber bestimmt Ecken des Internets geben, insb. aus Mails heraus, wo das schlecht wäre, einzugeben.
Ich habe auch genau diese Erfahrung gemacht und dann den Anmeldeprozess abgebrochen. Du solltest dann 1-2 Tage später eine Email bekommen von Ikano mit dem Hinweis, dass der Prozess nicht nicht abgeschlossen ist. Gehe dann einfach einen Schritt zurück und wählt die Identifikation per Video. Dann musst du deine Bankdaten nicht eingeben. Ist generell ein extrem fragwürdiger Prozess mit der Eingabeaufforderung von Kennung und Passwort seiner Bank. Bei der Norwegian Bank ist das übrigens genauso. Aber auch dort hat man die Möglichkeit, Identifikation per Video zu wählen.
In dem Zusammenhang noch ein wichtiger Hinweis: Man hat bei der Ikano Bank keine eigene Kontonummer, sondern überweist sein Geld auf eine Sammelkontonummer mit Angabe seiner Vertragsnummer. Muss man sich auch überlegen, ob man das so möchte.
@PeterAls ich Deine Erfahrung bzgl. der Abfrage ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Das ist nicht die Art der Ikano-Bank.
Zweimal habe ich jetzt bei der Bank ein Konto eröffnet, nach dem Passwort des Referenzkontos wurde ich nie gefragt.
Wart Ihr auf der HP der Ikano-Bank oder einer Fakeseite, die sich der HP der Ikano-Bank zu eigen macht?
In solchen Fällen nie das Passwort des Referenzkontos angeben, sondern zum Telefonhörer greifen und die Bank direkt anrufen. Die Ikano-Bank freut sich ebenfalls, wenn sie erfährt, da sind evtl. Trittbrettfahrer unterwegs.
Nicht die Rufnummer auf der angezeigten HP, sondern die Ikano-Bank googeln.
In meinem Fall war es tatsächlich die korrekte Seite Ikano Bank. Doppelt und dreifach die ulr gecheckt. Ich habe den Prozess dann abgebrochen, als nach Kennung und Passwort des Referenzkontos gefragt wurde. Man konnte dann wieder zurück im Prozess gehen und die Identifikation per Video wählen. Das ging dann glatt durch und zwei Tage später lag der erste Brief, vier Tage später der zweite Brief im Briefkasten. Es ist also tatsächlich der Prozess der Ikano Bank, der an einer Stelle die Zugänge des Referenzkontos abfragt. Selbiges übriges auch bei der Norwegian Bank. Aber auch dort kann man den Prozess abbrechen und dann Identifikation per Video wählen. Insgesamt sehr fragwürdige Prozesse.
@Soistes: Aus deiner Erfahrung mit bereits zwei Kontoeröffnungen bei der Ikano: Ich gehe davon aus, dass auch du keine eigene Kontonummer bei der Ikano bekommen hast, sondern du deine Einzahlungen auf ein Sammelkonto bei der Ikano vornimmst (nicht auf deinen Namen als Empfänger, sondern Empfänger ist die Ikano Bank) mit Angabe deiner Vertragsnummer und auf Basis dieser Nummer die Ikano das Geld dir dann gutschreibt?
Ich habe es nicht geschafft mich dort durch den ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@TomT werden die Gelder nicht bei jedem Kunden auf ein Sammelkonto mit der Vertragsnummer verbucht?
Diese Kritik wurde bereits hier wegen der Einlagensicherheit diskutiert.
Bei mir war das Jan./Feb. 24 bereits, als ich das erste Mal Kunde bei der Ikano Bank wurde, der Fall.
Auch bei der ersten Kontoeröffnung 24 wurde ich nie nach dem Passwort des Referenzkontos gefragt.
Ich finde, es wäre sinnvoll der Bank diesen Bug zu melden, damit sie ihn abstellen kann, zumal es ja anders geht.
Ikano erklärt den Ablauf des Online Ident-Verfahrens in einem Video "Der Online Ident Prozess der Ikano Bank" (https://youtu.be/WpgiDjBQtnU), das auf https://ikanobank.de/tagesgeld/fleks-horten-tagesgeld/faq über "Fragen zu Deinem Antrag", "Was ist das Online Ident?" erreichbar ist.
Bei diesem Verfahren bedient sich die Ikano Bank offensichtlich der Dienstleistungen von Signicat (https://www.signicat.com/de/produkte/authentication/open-banking-hub) und Tink (https://tink.com/de/), die als Zahlungsdienstleister gemäß der Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 arbeiten. Solche Dienstleister können nach Erlaubnis des Kontoinhabers über ein gesetzlich geregeltes Verfahren Daten unterschiedlichen Umfangs von deinem Konto abrufen; das geht von einer einfachen Prüfung der Volljährigkeit über Kontostandsabfrage oder den Abgleich von Adressdaten bis zur kompletten Einsicht in die Buchungshistorie.
Diese Datenabfrage kommt bei verschiedenen Gelegenheiten zum Einsatz, z.B. bei Kontowechselservices zum Umzug eines Girokontos, bei Multibanking-Anwendungen, also bei der Einbindung fremder Online-Banking-Zugänge in das Online-Banking einer Bank, oder eben bei der Prüfung des Namens des Kontoeigentümers, die die Ikano Bank durchführt bzw. durchführen lässt (wie im Video erklärt: "Als letzten Schritt vergleichen wir den Namen auf Deinem Antrag mit dem Namen auf Deinem Konto. Wir erhalten dabei keine Kontodetails und auch nicht Deinen Kontostand.").
Eine Erklärung zu PSD2 (Payment Services Directive2) findet man z.B. bei der Bundesbank (https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/unbarer-zahlungsverkehr/psd2/psd2-775434) oder bei Finanztip (https://www.finanztip.de/kreditkarten/psd2-richtlinie/)
Die Ikano Bank könnte etwas mehr Erklärungen zur Klarstellung anbieten und die beteiligten Dienstleister deutlicher nennen, aber da passiert nichts Unrechtes oder Betrügerisches.
@M.v.K. Wo erfährt der Kunden bei dieser angebotenen Kontoabfrage, welche Daten genau abgefragt werden und wie lange diese Berechtigung gilt?
Gibt es dazu neben dem erwähnten Video - im Voraus - noch Schriftliches von Ikano oder über die Bank des Referenzkontos?
Bekannte und bewährte Verfahren bei Datenübertragungen sind z.B. App-Installationen, bei denen vor der Installation die benötigten Berechtigungen angezeigt werden. Oder ganz konkret die PostIdent-App, bei der vor jedem eID-Prozess angezeigt wird, welche genauen Ausweisdaten einmalig übermittelt werden.
Letzteres scheint im Ikano-Prozess nicht vorzukommen - sonst gäbe es ja die vorliegenden Missverständnisse und Unsicherheiten nicht.
@Ernie: Ich habe diesen Prozess bei der Ikano Bank ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!