Keine Ahnung, Kein Problem

04.07.2022 - Stefan Erlich - 18 Kommentare

Keine Ahnung, Kein Problem
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Als meine Reise in die kunterbunte Welt der Finanzen vor etwa 20 Jahren begann, hatte ich enormen Respekt vor Analysten, Börsengurus, Finanzberatern und sogar vor dem Herrn, der Abends vor der Frankfurter DAX-Tafel das Börsengeschehen für die Tagesschau kommentierte. “Da braucht man schon ganz schön viel Erfahrung und Wissen für!” dachte ich und begann, mich mehr und mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Heute tut es weh, zu sehen, was ich dabei an Lehrgeld bezahlen musste, sowohl in Form von Verlusten an der Börse (“Fremdwährungsgeschäfte sind eine Bombenidee, Stefan!”) als auch in Form von Abogebühren für äußerst gut klingende Premium-Inhalte a la Dirk Müller und Cashkurs. Klar, gelernt habe ich dabei viel, aber nicht das, was ich mir eigentlich vorgestellt hatte. Vielmehr habe ich vor allem eines mitgenommen: Für eine gute Geldanlage muss man nicht viel wissen.

Das mag absurd klingen angesichts einer so komplex wirkenden Welt, in der wir alle nicht mehr so recht verstehen, warum und wieso etwas genau geschieht. Oder verstehen Sie vielleicht, warum jetzt plötzlich die Inflation so hoch ist, gleichzeitig die Börsen einknicken, die Zinsen steigen, aber Gold kaum vom Fleck kommt? Ich jedenfalls nicht. Aber das Gute ist, dass wir es gar nicht müssen. Viel von dem, was wir gemeinhin als Wissen oder Erfahrung im Bereich der Geldanlage wahrnehmen, ist ohnehin vor allem eines: Glaskugelleserei. Sie wird gut getarnt durch schwurbelige Worte a la “Quantitative Lockerung” oder “Lohn-Preis-Spirale”, die nur zu verbergen versuchen, dass wir am Ende doch eigentlich alle keine Ahnung davon haben, was das jetzt alles genau für die nächsten Jahre bedeutet. Schauen Sie sich nur mal an, wie weit die EZB mit ihren hochbezahlten Analysten immer wieder bei der Prognose von Wirtschaftswachstum und Inflation daneben liegt - erschreckend.

Doch wenn das angeblich alles gar nicht so komplex ist, warum tun sich dann so viele Anleger so schwer damit? Weil wir mit unseren menschlichen Eigenschaften ganz und gar ungeeignet dafür sind, erfolgreich Geld anzulegen. Wir neigen dazu, lang und breit zu analysieren, um die eine richtige Anlage zu finden, anstatt einfach zu diversifizieren. Wir fragen “Experten”, weil wir es gewohnt sind, andere um Rat zu fragen. Wir akzeptieren hohe Gebühren fast schon blind, weil wir denken, dass wir dafür ja vielleicht auch eine höhere Rendite bekommen. Und wir vermeiden Verluste, koste was es wolle, Hauptsache, das Geld wird nicht weniger. Wir Menschen sind einfach aufgrund unserer Natur nicht für eine erfolgreiche Geldanlage gemacht. Oder haben Sie bei den aktuell sinkenden Aktienkursen Lust, in Aktien zu investieren? Unser Gefühl sagt ganz klar nein, aber die richtige Antwort wäre “Ja auf jeden Fall”, weil man genau jetzt günstig einsteigen kann, und nicht erst dann, wenn die Börsen mal wieder bombe laufen.

Das Schöne ist, dass wir in einer Zeit leben, in der es so einfach ist wie noch nie, ohne größeres Wissen und große Erfahrung sein Geld zu extrem niedrigen Kosten zu investieren. Da sind die Robo-Advisor, die auf Basis der eigenen Risikotoleranz (“Wie viel Verlust kann ich psychisch ertragen?”) ein breit diversifiziertes und vor allem relativ günstiges Portfolio zusammenstellen, ohne dass man dafür auch nur den Hauch einer Ahnung von der Börse haben muss. Wer es noch günstiger haben will, kauft mit einem der vielen komplett kostenlosen Broker jeden Monat per Sparplan einen kleinen Anteil an tausenden von Unternehmen (in Form eines weltweit investierenden Exchange Traded Fund) und freut sich über Gebühren, die mittlerweile meist deutlich unter 0,50 % pro Jahr liegen. Und selbst wer die Börse scheut, kann über einen Anlagemarktplatz wie WeltSparen so einfach wie noch nie in unterschiedlichste Tages- und Festgeldkonten investieren und damit sein Einlagenportfolio diversifizieren. Finanzwissen braucht man dafür fast keines.

Der Ansatz “Keine Ahnung, Kein Problem” klappt aber nur, wenn Sie sich selbst eingestehen, dass nicht das fehlende Wissen uns Anlegern im Wege steht, sondern unsere eigene Psyche. Wir müssen immer wieder vergegenwärtigen, dass niemand die Zukunft kennt, auch wenn er noch so schlau zu sein scheint oder besonders teuer bezahlt wird. Denken Sie auch stets daran, dass klassische Bankberater immer Ihr Bestes wollen, allerdings ist das nicht etwa Ihr Anlageerfolg, sondern Ihr Geld. Und so sehr wir uns einerseits selbst misstrauen und unsere evolutionsbiologisch sicher sinnvollen Eigenschaften bei der Geldanlage unterdrücken sollten, so sehr sollten wir Vertrauen fassen in den Fortbestand der Menschheit und darin, dass wir mit unseren hoch entwickelten Denkfähigkeiten nicht nur Krisen überwinden, sondern daraus gestärkt zu mehr Wohlstand aufsteigen werden. Dieses Grundvertrauen in uns Menschen sollten wir nicht verlieren, auch wenn uns gerade gefühlt an jeder Ecke weis gemacht wird, dass der Untergang nahe ist.

Und nun zum Schluss noch die Frage an Sie: Wann kaufen Sie Ihren ersten Welt-ETF? Sagen Sie es mir in den Kommentaren.

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Kommentar von Stefan am 06.07.2022

Lieber Herr Ehrlich,

ich stimme Ihnen zu, letztendlich gibt es viele selbsternannte Propheten, viel wichtiger ist es, seinen eigenen gesunden Finanzverstand zu schärfen, das sagt ein Betriebswirt, vor einem Jahr wäre noch mein Rat gewesen, in Immobilien zu investieren, die ETF habe ich auch, betrachte das aber als Budget mit dem ich nicht aktiv plane. Sich zu verlassen auf wahnsinnige Renditen halte ich nicht für sonderlich realistisch. Am Ende ist es der
Mix aus: wenn möglich Immobilie, etwas Aktiendepot, vorzugsweise ETF,
Stufenplan Festgeld und zur schnellen Verfügung Tagesgeld.

Vor alle den Blick für das Wesentliche, gut funktionierende Beziehungen nicht zu verlieren.
Vielen Dank, alles Gute
Stefan

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Positive BewertungKommentar von W.Schindler am 05.07.2022

Lieber Herr Ehrlich,
nahezu immer, eigentlich sogar immer, lese ich Ihren Newsletter und freue mich über die nüchterne Art, die Ihre Texte von anderen Berater:innen angenehm unterscheidet.
Ihrem Rat folgend habe ich im Mai nun tatsächlich einen World-EFT erworben, neben der Beteiligung an einer Wohnungsbaugenossenschaft und einer Naturkäsereigenossenschaft in der Nachbarschaft.
Ich fürchte, Sie haben bei meinem Kauf über die ING keinen Provision bekommen, da ich erst später deren Angebot direkt aufgerufen habe. Vielleicht haben Sie ja eine Idee, wie sich dieses Problem umgehen läßt, damit Ihr guter Rat nicht kostenfrei bleibt !

Noch ein Gedanke zu Ihrer ETF-Empfehlung: Dieser Artikel in der SZ
(https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/geldanlage-mit-etf-ist-das-noch-kapitalismus-1.5613145) fragt nach den Folgen, wenn in einigen Jahren die großen Vermögensverwalter tendenziell die Hälfte aller Aktien besitzen
- ein perspektivisch spannendes Thema!

Freundliche Grüße
Wolfgang Schindler

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Neutrale BewertungKommentar von Spooky78 am 04.07.2022

Der Autor hat recht, wenn er sagt, dass Geldanlage - rein technisch gesehen - nie so einfach war wie heute. Trotzdem ist es bei weitem noch immer kein Kinderspiel, man kann nach wie vor sehr viel falsch machen und kostenlos ist schon mal gar nichts. Auch die vermeintlichen Billiganbieter haben kein Geld zu verschenken. Sie verdienen nur an anderer Stelle, z.B. am Spread zwischen An- und Verkauf. Es ist auch nicht so, dass man bestimmte Entwicklungen nicht erklären oder voraussagen könnte. Die aktuellen Inflationssprüngen waren z.B. schon lange absehbar, da die Notenbanken den Markt mit Geld geflutet haben und dies nicht auf ewig so weitergehen konnte. Und dass höhere Löhne letztlich auch zu höheren Preisen führen, ist ebenfalls keine Neuigkeit, weil die Unternehmen die höheren Lohnkosten nun mal an ihre Kunden weiterreichen, wenn sie ihren Gewinn nicht schmälern wollen. Es ist auch nicht so, dass man mit einer langfristigen Anlage immer richtig liegt. Wenn die Umstände ungünstig sind, kann es sein, dass man am Ende trotzdem weniger herausbekommt als man vor Jahren angelegt hat - selbst bei einer breiten Streuung. Und auch ein Welt-ETF spiegelt letztlich nicht die Entwicklung aller Weltbörsen gleichermaßen wider, sondern setzt Schwerpunkt, meist auf die großen westlichen Industrienationen, also eben jene Länder, die aktuell unter steigender Inflation und vor allem höherer Energiepreise zu leiden haben. Man darf es sich also auch nicht zu einfach machen, auch wenn es vermeintlich leicht erscheint.

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Kommentar von Dirk Schulz am 04.07.2022

Sehr geehrter Herr Erlich,
mir ging es ähnlich, bis ich nach > 20 Jahren vor ca. 1/2 Jahr endlich einen relativ günstigen Borsenbrief entdeckte, der tatsächlich(!) etwas bringt. Ahnung von Aktien hilft eben doch! Obwohl wir momentan den schlimmsten Bärenmarkt seit 2 Jahren haben, bin ich inkl. Abokosten noch am Break even und freue mich über mein Einkommen. Stichworte: Leicht verständliche, logische, einkommensorientierte Strategie, kinderleicht umsetzbar, nur solide Standardwerte, keine Derivate, keine ETFs, keine Shorts, kein Daytrading. Bei Interesse bin ich gerne bereit, detailliertere Infos zu liefern.
Freundlicher Gruss
D. S.

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Antwort von Hebbi am 19.07.2022

Sehr geehrter Herr Erlich,
leider komme ich heute erst dazu auf obigen Kommentar von Dirk Schulz zu antworten. Ist es trotzdem noch möglich mir die Adresse des relativ günstigen Börsenbriefes zu nennen?
Für Ihre Antwort danke ich Ihnen im Voraus.
Rainer Hebbinghaus

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Antwort von ThomasB2010 am 07.07.2022

Hallo! Klingt ja verlockend! Dann mal her mit den näheren Informationen! Beste GrüßeThomas

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Antwort von Chris am 05.07.2022

@Dirk Schulz
Günstiger Börsenbrief? Was verstehen Sie unter günstig?
Freundliche Grüße
Chris

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Positive BewertungKommentar von Tejbe am 04.07.2022

Prinzipiell teile ich die Einschätzung, dass man mit den Basics (Tagesgeld und ETF-Sparpläne) viel richtig macht und sich langfristig stressfrei auf der richtigen Seite befindet. Aber manchen geht es ja neben dem "Reptilienhirn" bewusst v. a. auch um ihr Zockergen, Zeitvertreib und Prahlerei. Selbst im Wissen, dass die ruhige Hand und ein Invest in einfache Produkte am Ende mit hoher Wahrscheinlichkeit entspannt linearere Gewinne mit sich bringen, reizt eben viele auch das Zocken, auf Propheten hören, durch vermeintliches Insiderwissen anderen eine Nase voraus sein.

Und dabei auf die Nase zu fallen. In Ihrem Text hätte noch ein Bezug zu den Kryptowährungen gut gepasst. Mir ist es absolut schleierhaft, wie (Blockchain-Idee hin der her) Bitcoin und Co bisher beinahe kritiklos als relevante Anlage (und nicht reine Spekulationsblase) behandelt wurden. Auch von seriöseren Finanzexperten (auch hier?) und teilweise leider auch mit Invests von staatlicher Stelle (siehe El Salvador aber auch Invests in Europa) in diese höchstriskante Anlageform. Wenn man sieht wie abstrus hoch der Energieverbrauch ist und wie wenig Nutzen (außer für die, die sich schon längst daraus verabschiedet haben) Krypto bringt, frage ich mich warum auch hier nicht schon früher und breiter dagegen geschrieben, gewarnt undstaatlicherseits interventiert wurde (nicht zuletzt aufgrund der Perversion "energiefressende, binäre Nullnummer vs. Klimaschutz").

Wenn Sie also im aktuellen Beitrag die teilweise Unwissenheit bei allen Investmentsklassen und die Vorteile der Diversifikation herausstellen, hätte man im Gegenzug aber schon länger darüber schreiben können, warum sich Krypto nicht/nie durchsetzen wird und jedes Invest dort "Roulette" gleichkommt. Ist aber soweit ich mich erinnere hier auch nie besonders kritisch thematisiert worden (ich finde die Analysen/Gedanken sonst aber immer sehr anregend, bitte nicht falsch verstehen).

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Positive BewertungKommentar von Towanda am 04.07.2022

Überlegen zu Anlage-Ängsten , allen Hin&Her'schers : Fazit : Mut zur breitgefächerten Diversifizierung- undauf " Sitzfleisch" setzen, wenn's der eigene Liquiditätsplan erlaubt.

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Kommentar von Brendan am 04.07.2022

Leider habe ich schon im Januar, die in den letzten Jahren immer für alternativlos gepredigte Schritt genommen und in Welt-ETF's investiert. Ich konnte nicht wissen, dass wir im Januar uns kurz vor Ende eine finanzielle Welle befand, die es seit mindestens 10 Jahre gab und nun enden würde. Jetzt im Juli weiß ich, das war der denkbar schlechteste Zeit zu beginnen und musste mittlerweile rund 10 % Verlust verkraften. Mittlerweile sehen die Tagesgelder, worüber man sich die letzten Jahre immer so lustig gemacht hat, gar nicht so unattraktiv aus! Wenn ich nur bis März oder April mit meinen "Investment" gewartet hätte. Doch schlecht beraten, anscheinend.

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Antwort von mijoko am 04.07.2022

Nein. Nicht schlecht beraten. An der Börse wird nicht geklingelt, sagte mal jemand. Weder beim Ein- noch beim Aussteigen. stay calm.

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Positive BewertungKommentar von Rollatorix am 04.07.2022

Wie immer auf den Punkt und vor allem zu meiner Beruhigung, da natürlich im Unterbewusstsein immer noch der Gedanke mitschwingt, die Experten könnten vielleicht doch Recht haben. Aber viele Experten kochen auch nur mit Wasser und etliche haben weniger Wasser im Kessel als diejenigen, die sie beraten wollen/sollen. Ein Wort noch zur EZB, die ja seit einem Jahr oder länger komplett daneben liegt: Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier politisch gewollt Prognosen erstellt werden, die nicht zutreffen können. Alleine das Geschwurbel der Damen Schnabel und Lagarde, die sich monatelang weigerten, die Inflation als dauerhaft zu akzeptieren und entsprechend zu handeln, spricht Bände. Der Gesamtschaden alleine für Deutschland bewegt sich in astronomischen Größenordnungen. Da kann ich auch den berühmten Schimpansen mit Dartpfeilen werfen lassen.

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Antwort von gf.kramer@gmx.de am 10.07.2022

In der Tat ist die EZB Politik ein Beispiel dafür dass Einflussnahme möglich ist. Nullzinspolitik und Geldschwemme haben bereits gewaltige Schäden bei Anlegern aber auch vermeintlichen Profiteuren wie Aktienmarkt und Bautätigkeit ( Z.B. Blasenbildung und Bonitätsprobleme) geführt und werden uns noch über Jahre auf die Füße fallen.
Und in der Tat, die zumindest zeitweilige Beeinflussung des Marktes durch entsprechend verbale Darstellung hat die EZB unter Lagarde total vergeigt, was dem Euro zusetzt und die Märkte noch mehr unter Druck setzt und die grandiose Inflationsentwicklung erst ermöglicht hat.
Offensichtlich ist Lagarde nicht nur Interessenvertreterin sondern auch absolut unfähig in geldpolitischen Erfordernissen.

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Positive BewertungKommentar von Stoiker am 04.07.2022

Seit Jahresbeginn die Rate für meinen Vanguard all-world (dis) um ein Drittel im Sparplan erhöht, Ausschüttungen im Rentenalter stocken die Rente auf, meine Kinder freuen sich dann hoffentlich im Erbe auch über eine geringere Steuerlast - Verteilung des Notgroschens über Tagesgeldkonten à la Weltsparen.

Sinnvoll minimalistischer Automatismus und gut ist‘s.

Ansonsten finde ich alles notwendige Glück in den kleinen, wertvollen Momenten - beruflich wie privat.

Alles Gute Ihnen!

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Positive BewertungKommentar von Jürgen am 04.07.2022

Wie immer sehr offene Worte. Ich werde z.Z. von Angeboten über Finanz-Webseminaren überschüttet. Aus Angst und Unsicherheit wird ein Geschäftsmodell kreiert. Dazu meine Meinung über Gefahr/Risiko Abschätzung: In uns sind Reflexe bei Gefahr genetisch implantiert: Flucht oder Angriff, das sind unsere automatisierten Reaktionen. Bei Risiko gibt es keine genetische Disposition. Jährlich 3000 Verkehrstote empfinden wir nicht als besonderes persönliches Risiko. 3 Tote bei einem Amokläufer in der benachbarten Region lässt uns als eine mehr als bedrohliche Situation erscheinen.Hier wird die Risikoeinschätzung total überbewertet. So sind wir Menschen halt!
MfG. Jürgen Aue

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Antwort von Thomas D. am 04.07.2022

Zu den Verkehrstoten: Es ist eine stetig sinkende Zahl trotz immer mehr Kraftfahrzeugen auf Deutschlands Straßen. Es wird also stets an Sicherheit gearbeitet. Viele Fahrer nehmen aber bewusst das Risiko in Kauf, wenn sie Regeln übertreten. Es sind für andere Menschen Unglücke wie Blitzeinschläge. Der Vorteil istder freie Verkehr von Waren von und zu jedem Ort und die Freiheit individueller Bewegung. Eine Amoktat ist etwas völlig anderes, was allein aus einer bösen Absicht heraus geschieht. Wo ist da der Gegenwert, das Verständnis für das Ereignis? Ein Risiko ohne ein Plus…

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Positive BewertungKommentar von Barbara am 04.07.2022

Danke für diesen Artikel, der Angst vor Börsenkollabs und Krieg etwas relativiert, die bei mir nach dem arte Film ???? über Black Rock entstanden sind. Ich bin 67 Jahre und muss bei minimaler Rente von einem Erbe leben, das ich in Depots gesteckt habe. Obwohl man als einzelner Mensch wenig ausrichten kann, werde ich mein Geld nicht rausziehen und tapfer die Antikriegsfahnen hissen.

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Positive BewertungKommentar von Ernest am 04.07.2022

Schöner Beitrag - erinnert mich an das "Reptiliengehirn" in uns, das wir dem Finanzwesir zufolge für eine langfristig erfolgreiche Aktienmarktanlage überwinden müssen :-) Ich habe meine mtl. ETF-Sparpläne (World, Emerging Markets, Stoxx Europe 600) seit 2014 ununterbrochen laufen und die Sparraten wurden jährlich gesteigert zwecks Inflationsausgleich.

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