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Openbank will meinen Robo kündigen

Openbank will meinen Robo kündigen

Registriertes Community-MitgliedWolf4 am 10.02.2026

Ich stehe mit der Openbank (Santander) seit Monaten im Clinch. Ursache ist die veränderte Geschäftspolitik seit 2025. Ich bin zur Openbank wegen der span. IBAN, später kam der Robo "wir investieren für Sie" und auch noch das Reise-Paket dazu. Deutsche Girokonten und Debitkarten habe ich genug.

Da ich gerne meine span. IBAN behalten möchte, bot man mir den Wechsel auf openbank.es an, da alle deutschen Kunden nun auf deutsche IBAN umgestellt werden. Jetzt stellt sich plötzlich heraus, dass ich meinen Robo kündigen muss. Ich habe schon klargestellt, dass ich das nicht machen will und notfalls parallel eine deutsche IBAN mit zweiten openbank Konto akzeptiere (zumindest wenn die spanische bleibt).

Ich bekam dazu folgendes Schreiben: 
"um den Wechsel zu Openbank Spanien abzuschließen, musst du die digitale Vermögensverwaltung „Wir investieren für dich“ kündigen.
Da uns bisher keine Kündigung von dir vorliegt, werden wir den genannten Service einen Monat nach Erhalt dieser Mitteilung automatisch kündigen.
Nach Ablauf dieser Frist werden alle deine Positionen automatisch zum aktuellen Marktwert verkauft und der aus dem Verkauf resultierende Betrag wird deinem Girokonto gutgeschrieben.
Wenn du selbst entscheiden möchtest, wann die Verkäufe erfolgen, kannst du das Tool vor Ablauf der Frist eigenständig kündigen."

Ist das so erlaubt oder müsste ich nicht zumindest die Papiere auf anderes Depot übertragen können? Hat da jemand Erfahrung mit der Abwicklung des Robos. Ähnlich ist es ja bei Raisin (Weltsparen), wo man mich vom alten auf den neuen Robo zwingen will, der mehr Gebühren hat.

Wie geht man mit den Robos am besten um und was macht man mit den Papieren? Danke für Tipps.
Wolf

Mitglied der RedaktionStefan Erlich am 11.02.2026

@Wolf4: Etwas off-topic (sorry), aber kannst mir erklären, welchen Vorteil dir die spanische IBAN bietet? Eigentlich dürfte es für jemanden mit deutschem Wohnsitz und deutscher Steuerpflicht eigentlich keinen Unterschied machen, ob spanische oder deutsche IBAN oder? Danke schon mal für die Erläuterung!

Registriertes Community-MitgliedWolf4 am 11.02.2026

Hallo, ich bin im Winter sehr viel in Spanien. Ich habe inzwischen eine NIE (eine Art Ausländernummer), aber keine Residencia und zur steuerlichen Ansässigkeit (über 50%) reicht es schon gar nicht. Ich bin also sogenannter "Nicht-Resident".
In Spanien gibt es viel mehr IBAN-Diskriminierung als in Deutschland. In DE sind vielleicht Arbeitgeber erstaunt oder bekommt man ab und zu Nachfragen, aber in Spanien kannst du schon keine Wohnung mieten oder Immobilie kaufen ohne ein span. Konto. Und das lassen sich die Banken (BBVA, Santander etc.) vor Ort gut kosten.
Manche Verträge wie Handy oder Strom bekommst du mit der NIE, aber die Konten für "Nicht-Residenten" sind teuer (vergl. https://entscheidung-auswandern.com/spanische-bankkonten-fur-auswanderer/). Besser sieht es dagegen für Residenten aus.
"bunq" soll jetzt solche span. IBAN sehr günstig oder kostenfrei anbieten. Bei der Openbank kämen noch die gratis ATM der Santander in ESP dazu, aber ich sehe meine "Geschäftsbeziehung" wohl langsam sterben, da sie mir die Knarre auf die Brust setzen. Jetzt schaue ich mal, ob sie die Papiere übertragen auf ein anderes Depot.... und dann Adiós.

Dieser Post wurde am 11.02.2026 um 23:01 Uhr geändert.
Star der CommunitySpooky78 am 11.02.2026

@ Wolf4: Haben Sie eigentlich mal nachgefragt, ob ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Registriertes Community-MitgliedWolf4 am 11.02.2026

Dazu verstehe ich ehrlich das Geschäftsgebaren der Openbank nicht. In Spanien bieten sie den absolut gleichen Robo an wie in Deutschland: 
ESP: https://www.openbank.es/inversiones/robo-advisor-gestion-carteras
DE: https://www.openbank.de/investitionen/robo-advisor-vermoegensverwalter
Auch ohne Spanisch zu können, sieht man, dass es das gleiche Produkt ist.
Ich habe ihnen schon angeboten, damit ich den Robo behalten kann, entweder: 
- 1.) ein deutsches Openbank Konto parallel laufen zu lassen, für was auch immer. Hat aber anderen Zugang und wäre trennbar.
- 2.) die Papiere von der spanischen Openbank verwalten zu lassen. Ich sehe nämlich keinen Grund, warum ich das Produkt als span. openbank Kunde nicht auch kaufen könnte. Die Versteuerung wird dann allerdings spannend. Im "deutschen" Robo bekam ich letztes Jahr 30 PDF-Seiten für die Steuer.
Anstatt beharren sie auf der Unvereinbarkeit. Wie kann man als Bank nur so blöd sein? Der Robo ist das einzige, wo sie wirklich an mir verdient haben.

Star der CommunitySpooky78 am 11.02.2026

@ Wolf4: Ich denke auch, dass hier am Ende mal wieder die unterschiedlichen Steuer-Systeme von Spanien und Deutschland ausschlaggebend sind. Die zu synchronisieren, ist der Bank zu kompliziert (und zu kostspielig) - und dann lassen sie es lieber ganz.

Registriertes Community-MitgliedWolf4 am 12.02.2026

So, habe heute insgesamt 2 Stunden mit der openbank telefoniert. Erst mit der Hotline und dann mit der Investabteilung. Das waren alles Spanier, die gut deutsch sprachen und mich sofort verstanden.
Also, es gibt nur 2 Alternativen: entweder ich behalte meine spanische IBAN, die jeder Spanier sofort verstand, warum ich sie in Spanien behalten wollte. Dann muss ich meinen Robo verkaufen. Der Verkauf ist ohne Gebühren (nur die Steuern auf den Gewinn). Die Gebühren von 0,8% sind alleine laufend. Ich kann dann als Kunde der Openbank Spanien den völlig gleichen Robo nicht kaufen. Dazu müsste ich in Spanien steuerlich ansässig sein (also mehr als 180 Tage/Jahr und Vermögenssteuer auf Weltvermögen usw.).
Oder ich kündige mein spanisches Konto und eröffne ein Konto bei der Openbank Deutschland. Dann könnte ich meinen Robo problemlos behalten, wenn ich das in den nächsten 4 Wochen mache. Ein bzw. zwei Konto/en sowohl bei der Openbank Spanien, als auch bei der Openbank Deutschland zu haben, sei für die Openbank DE/ESP aus technischen Gründen nicht möglich.
Kurz: ich muss entweder den Robo verkaufen oder werde die spanische IBAN verlieren. Eine Übertragung der Papiere des Robos auf eine andere Bank sei auch nicht möglich.
Wie kann man sich alsBank nur so in den ##### schießen? Mit dem Robo verdienen die echt Geld mit mir. Allein 400 € an Gebühren pro Jahr bei 50.000 €. 1 von 10 Debitkarten oder Girokonten bringt denen fast gar nichts.
Jetzt schaue ich mal, ob ich anderswo eine günstige ES IBAN bekomme und entscheide dann zwischen den zwei Übeln. Vete al infierno, Openbank.

Dieser Post wurde am 12.02.2026 um 17:40 Uhr geändert.
Star der CommunitySpooky78 am 12.02.2026

@ Wolf4: Mit Blick auf die Robo-Gebühren würde ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Dieser Post wurde am 12.02.2026 um 18:39 Uhr geändert.
Registriertes Community-Mitglied55510081 am 12.02.2026

@Stefan Erlich: Eine spanische IBAN sollte doch auch für dich interessant sein, da du doch (dauerhaft) ausgewandert bist? Hast du die gleichen Erfahrungen mit openbank gemacht? Ggf kannst dem user Wolf4 direkte Tipps geben? Danke.

Mitglied der RedaktionStefan Erlich am 12.02.2026

@55510081: Mein Fall ist wiederum etwas anders gelagert, da ich ja komplett raus bin aus dem deutschen System. Dadurch ist es eher "schwierig", eine deutsche IBAN zu behalten :-) Spanische IBANs bekommt man als spanischer Resident und spanischer Steuerpflichtiger problemlos an jeder Ecke, u. a. auch ganz einfach online von Revolut. Aber ich befürchte, das geht für Wolf4 nicht so einfach, weil er kein voller Resident/Steuerpflichtiger ist?

Registriertes Community-MitgliedWolf4 am 12.02.2026

Ja es gibt da eine klare Hierarchie bei Spanien-Auswanderern.
Leicht gibt es die NIE-Nummer im Ausländerverzeichnis. Dafür musst du dich nicht anmelden. Dann gibt es das Empadronamiento, wenn man mehr als 3 Monate bleibt als lokale Anmeldung im Rathaus. Bis dahin bleibt man Non-Residente und nur beschränkt handlungsfähig. Der nächste Schritt wäre die Residencia. Dafür braucht man Krankenversicherung, Job oder Geld und anderes. Das reicht dort für alles: man kann als Autonómo arbeiten, außer offenbar ein span. Depot anzulegen. Und dann gibt es als Krönung noch die steuerliche Ansässigkeit. Da muss man bei überwiegenden Aufenthalt im Jahr sehr aufpassen. Dann fällt man aber komplett unter die spanische Steuerregeln, etwa ggf. einer Vermögenssteuer auf Weltvermögen.

Ich wäge jetzt in den nächsten Tagen mal die beiden Optionen ab.
(1) Verkauf des Robo. 0,8% p.a. ist relativ teuer und bekäme man woanders sicherlich günstiger.
(2) oder Verlust der span. IBAN. Ich brauche sie gerade nicht und N26 geben span. IBAN raus, nur bei denen bin ich in DE schon. bunq gibt auch span. IBAN auf bestimmte Konten. Ich brauche auch keine weitere Karte, sondern nur eigentlich nur ein Konto mit ES#####

Dieser Post wurde am 12.02.2026 um 21:50 Uhr geändert.