Kann einer mehr zu den Fonds sagen? Mein Geld ist dort im IE000GWTNRJ7 angelegt und der wird anscheinend nicht an der Börse gehandelt. Wie würde man den denn dann im Fall der Fälle wieder los?
Es handelt sich hierbei um einen monatlich ausschüttenden Geldmarkt-ETF von BlackRock (https://www.blackrock.com/cash/en-dk/products/329920/blackrock-ics-euro-liquidity-fund), genauer gesagt um eine Anteilsklasse, die institutionellen Anlegern vorbehalten ist, die große Geldbeträge (min. 500 Mio. €!) anlegen und dafür eine niedrigere Verwaltungsgebühr (0,10 % statt bis zu 0,25 % p.a. für "Kleinsparer") entrichten müssen. Die Anteilsklasse ist dabei genauso sicher oder unsicher wie die übrigen Anteilsklassen des Fonds und wird im (unwahrscheinlichen) Falle einer Fondspleite ebenso behandelt. Der Fonds beinhaltet aktuell über 240 Positionen, d.h. kurzlaufende Anleihen und Geldmarktinstrumente namhafter staatlicher und privater Emittenten (letztere vor allem aus dem Bankensektor) im Gesamtwert von über 65 Mrd. €.
Verkauf so wie er vermutlich auch gekauft wurde ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@bbb: Die einzige Möglichkeit, den mit Sicherheit wieder loszuwerden, ist das Geld von der Trade Republic komplett abzubuchen.
Trade Republic (TR) legt einen Teil Deines Cash-Guthabens bei der Partnerbank ab (in Deutschland meist - aber nicht immer - Deutsche Bank) und den zweiten Teil in den Geldmarkt-Fond bei BlackRock.
Wie groß diese Teile sind, ist freie, nicht nachvollziehbare, willkürliche und auch sich ändernde Entscheidung von TR.
Bei mir sind es z.B. 53.000 bei Deutsche Bank, Rest BlackRock (wobei ich nach der letzten Zinszahlung kurz bei 53.200 € war).
Bei anderen sind es nur 4.000 JP Morgan, 40.000 BlackRock (dgopa) oder
21.000 JP Morgan, 4.000 BlackRock (Babsi).
Theoretisch kannst Du den Betrag, der bei BlackRock liegt, abbuchen. Zunächst wird es vermutlich von der Partnerbank abgebucht und anschließend (bei mir 2-3 Tage später) von BlackRock auf die Partnerbank umgebucht (so war es zumindest bei mir). Allerdings kann es auch sein, daß nichts umgebucht wird, oder die Verteilung sich komplett wieder ändert. --> reine unvorhersehbare Willkür von TR.
Ich selbst kann mit dem Risiko leben und belasse es aufgrund des guten Zinses erst einmal so.
"reine unvorhersehbare Willkür von TR"
Als so würde ich dies bei weitem nicht nennen.
Es sind unternehmerische Entscheidungen von TR, denen Du zugestimmt hast.
So wie sich langsam herausstellt, ist das Splitten nicht so unsicher.
Ob der Fonds jetzt Gewinn abwirft oder nicht, der Anleger bekommt weiterhin zurzeit seine 3,75 % Zinsen.
Gedanken sollte man sich machen, wenn der Zins weiter fällt und der Geldmarktfonds wesentlich mehr abwirft.
Es ist nun bekannt um welchen Fonds es sich bei Black Rock handelt, so kann jeder diesen Online verfolgen, dann seine Entscheidung treffen.
Ja, eines trifft zu, es handelt sich um zweierlei Risikoklassen.
Ich habe ebenfalls fast mein ganzes Geld bei TR abgezogen und bei Wüstenrot angelegt. Gleicher Zins garantiert auf 12 Monate. Einziger Grund.
Das größte Risiko ist meines Erachtens, dass ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
- Die Anlageportale sind meiner Ansicht nach, falls man keinen Kontakt zur Bank hat, bei der das Geld angelegt ist, eine immense Schwachstelle bezüglich der Sicherheit.
- Falls man Kontakt zur Bank hätte, bei der das Geld angelegt ist, bliebe noch die Unsicherheit, während das Anlageportal das anzulegende Geld hat.
@bbb, @Kathrin,jetzt schießt ihr beide über das ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@ Joachim Datko: Ceterum censeo Carthaginem esse delendam - ich glaube, das hat jetzt jeder hier begriffen. Durch die ständige Wiederholung der Aussage zur (vermeintlichen) Unsicherheit von Anlageportalen ergibt sich m.E. kein Erkenntnisgewinn. Ich denke, es kommt ohnehin eher auf das jeweilige Portal an. Bei den etablierten Anbietern wie WeltSparen, DB Zinsmarkt oder Check24 habe ich diesbezüglich keine Bedenken. In Acht nehmen sollte man sich dagegen vor allem vor windigen Vermittlern mit unrealistische Zinsversprechen und schlecht zusammengeschusterten Websites.
@Fred: Ich habe TR überhaupt nichts unterstellt. Ich habe nur gesagt, dass das halt ein Risiko ist. Aus meiner Sicht der wichtigste Unterschied zum Tagesgeldkonto. Beim Tagesgeldkonto dürften die Geldeinlagen auch dann durch den Sicherungsfonds bzw. des zugehörigen Landes geschützt sein, wenn die Einlagen veruntreut wurden.
Wo/wie wird das korrekte verbuchen und halten des Blackrock Fonds kontrolliert? BaFin?
Normalerweise läuft die Abwicklung über Zentralverwahrer wie Clearstream. Da bei den Blackrock-Fonds bei TR aber wohl nur Bruchstücke den Besitzer wechseln, dürfte die Depotbank das intern abwickeln. In beiden Fällen sollte aber die BaFin die zuständige Aufsichtsbehörde sein. Inwieweit dann auch noch die Börsenaufsicht bzw. die Regulierungsinstitutionen in den jeweiligen Heimatländern der Fonds (im konkreten Fall bei Blackrock: Irland) mitmischen, entzieht sich meiner Kenntnis.