Kleiner Hinweis an alle, die überlegen, bei wiLLBe (wer hat sich eigentlich diese Groß- und Kleinschreibung ausgedacht?) auch in Fremdwährungen anzulegen: Vergesst dabei nicht, dass Gewinne (und Verluste), die durch Wechselkursschwankungen entstehen, auch steuerpflichtig sind. Ich bin vor Jahren bei einem schweizer Broker in diese Falle getappt. Der Nachweis der Gewinne und Verluste war der Horror, weil es vom Broker keine vernünftige Doku dazu gab. Weiß nicht, wie/ob wiLLBe das handhabt/dokumentiert. Generell gilt bei sowas ja immer: Erstmal fragt keiner vom Finanzamt danach. Wenn ihr nicht groß auffallt, wird das wahrscheinlich auch nie jemand tun. Aber: Wenn man mal auffällt (aus welchen Gründen auch immer), dann wird so etwas ggf. angemahnt werden und die Doku dann im Nachhinein zu machen, ist dann nochmal schwieriger. Nur ein nett gemeinter Hinweis aufgrund meiner eigenen negativen Erfahrungen mit dem Thema :-)
Ich würde davon ausgehen, dass die deutschen Finanzbehörden ganz genau hinsehen, wenn jemand Kapitalerträge aus Liechtenstein deklariert, weil das in der Vergangenheit immer ein untrügliches Zeichen für nicht ganz so korrekte Finanzgebaren war. Bei solchen Ländern gehen da vermutlich gleich sämtliche Warnleuchten an. Man sollte sich daher nicht darauf verlassen, dass das Finanzamt beide Augen zudrücken, sondern besser alles haargenau dokumentieren, wenn man keine Steuerprüfung riskieren will. Im Übrigen würde ich mich auch nicht darauf verlassen, dass die Schweiz einspringt, sollte es im liechtensteinischen Bankensektor zu einer Schieflage kommen. Beim Thema "Geld" kennen die Eidgenossen keine Solidarität - schon gar nicht mit der nervigen Konkurrenz vor der eigenen Haustür.
Ach ja, und die eigenwillige Schreibweise des Kontomodells haben sich vermutlich ein paar gut bezahlte PR-Berater ausgedacht, die in einem vermeintlich "coolen" englischen Wortspiel das Kürzel des Instituts mit unterbringen wollten, um die Markenidentität zu stärken. Ob ihnen dabei wohl aufgefallen ist, dass derAusdruck "will be" auch eine gewisse "Ungewissheit" ("Whatever will be, will be...") impliziert, also etwas, was man bei der Geldanlage i.d.R. so gar nicht sucht? ;-)