Ich habe mein BBVA-Girokonto seit Juni 2026 und wollte es als Hauptkonto für meine Einkünfte, die Miete und den täglichen Zahlungsverkehr nutzen. Innerhalb ungefähr eines Monats wurde das Konto nach meiner Zählung jedoch fünfmal vollständig eingeschränkt.
Die Sperren erfolgten ohne Vorwarnung und ohne konkrete Begründung. In der App war lediglich von „ungewöhnlichen Aktivitäten“ die Rede. Nach einigen Tagen wurden die Funktionen jeweils kommentarlos wieder freigeschaltet – ohne Rückfrage, Beanstandung oder Erklärung.
Besonders irritierend waren die Zahlungsvorgänge, nach denen die Sperren auftraten: eine Überweisung über 2 Euro, eine Kartenzahlung über 4,99 Euro an einer REWE-Selbstbedienungskasse und schließlich eine Überweisung über 20 Euro.
Am 27.07.2026 wurde mein Konto erneut vollständig eingeschränkt. Überweisungen, Kartenzahlungen und Barabhebungen waren nicht mehr möglich; auch Lastschriften wurden zurückgewiesen. Damit war mein gesamtes verfügbares Guthaben von knapp 1.000 Euro blockiert, obwohl ich dieses für meine Miete und meinen Lebensunterhalt benötigte.
BBVA kündigte in der App an, mich innerhalb von 24 Stunden per E-Mail zu kontaktieren. Diese Nachricht erhielt ich nicht. Auch zwei schriftliche Aufforderungen blieben ohne inhaltliche Antwort.
Zwei Telefonate mit dem Kundenservice dauerten zusammen mehr als 30 Minuten. Sie bestanden nahezu ausschließlich aus einer umfangreichen Legitimationsprüfung mit acht Sicherheitsfragen. Eine Auskunft über den konkreten Grund der Sperre, deren Dauer oder die notwendigen Schritte zur Freischaltung erhielt ich trotzdem nicht.
Da es sich um mein einziges Zahlungskonto handelte und meine Mietzahlung unmittelbar bevorstand, beantragte ich beim Amtsgericht Hamburg-Wandsbek den Erlass einer einstweiligen Verfügung. Das Gericht erließ daraufhin unter dem Aktenzeichen 712 C 137/26 den beantragten Beschluss.
Die Zustellung durch den Gerichtsvollzieher erfolgte allerdings erst weitere zehn Tage später. Mein Konto wurde von BBVA schließlich erst am 13.08.2026 wieder reaktiviert. Die letzte vollständige Kontosperre dauerte damit rund 17 Tage.
Ich kann nicht beurteilen, ob die wiederholten Sperren durch einen fehlerhaften Sicherheitsalgorithmus oder durch interne Abläufe verursacht wurden. Für mich steht jedoch fest: Ein Girokonto, das bei alltäglichen Kleinstzahlungen wiederholt vollständig gesperrt wird und erst nach einem gerichtlichen Eilverfahren wieder nutzbar ist, kommt für mich als Hauptkonto nicht mehr infrage.
Attraktive Zinsen und Cashback können dieses Risiko aus meiner Sicht nicht aufwiegen. Meine Erfahrungen mit der BBVA sind daher ausgesprochen negativ.