Ich habe bei der Stellantis Bank Festgeld angelegt bis Februar 2025. Nun würde ich dort gern mehr anlegen, bin aber schon verunsichert wegen der aktuell, instabilen, politischen Situation in Frankreich. Wie seht Ihr das ? Das Tagesgeldkonto habe ich dort eröffnet, als es noch die PSA Bank war und die Einlagen über die deutsche Einlagensicherung abgesichert waren, jetzt französische Einlagensicherung.
Das sind Franzosen, die haben keine aktuell, instabilen, politischen Situation das nennt man bei denen Demokratie. Da steht das Volk zum Demonstrieren auf. Bei uns machen die bei schönem Wetter in kleiner Runde Fackelläufe
Ich würde nicht auf die Einlagensicherung schauen (ob man von der - in D oder F - etwas bekommt, wenn eine größere Bank pleite geht, ist eh fraglich), sondern auf die Geschäfts- und Bilanzzahlen des Unternehmens Stellantis. Und soweit man das mitbekommt, schwimmen die - trotz gewisser Rückgänge im laufenden Autogeschäft - immer noch im Geld. Gleiches gilt übrigens für die VW-Bank im Zusammenhang mit der Unternehmensgruppe VW. Ungeachtet der gegenwärtigen Schlagzeilen plant VW für das laufende Jahr mit einem Gewinn von ca. 16 Milliarden; die Bank dürfte also kaum in Gefahr sein - ebenso wie die Stellantis-Bank, die (als PSA-Bank) immerhin seit (wohl) 1973 schon andere (Absatz-)Krisen überlebt hat.
Wie wäre Eure Einschätzung bzgl. einer ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Guten Morgen Gene,
ich bin da gerade auch etwas unsicher da ich genau Gestern das Postident abgeschlossen habe und eigtl jetzt das FG starten wollte :(
Nach meinen Einschätzungen aber beeinflusst die aktuelle Verlagerung des Kerngeschäftes des Konzerns die Bankgeschäfte nicht. Beide Bereiche sind getrennt zu betrachten, mit separater Einlagensicherung.
Die Stellantis ist nun mal im Automobilgeschäft, dass das heutzutage nicht mehr die sicherste Branche ist, war mir im vorhinein schon klar.
Gerne lasse ich mich aber von erfahreneren Anleger:innen Belehren !
Es ist mein erstes FG und das erste mal, das ich mein Erspartes anlege :)
Liebe Grüße, Ata
@Gene,
habe erst vor ein paar Tagen ein 4-jähriges Festgeld bei Stellantis abgeschlossen und habe bezüglich der Meldung keine Bedenken. Solange man unter der Einlagensicherungsgrenze von 100.000 Euro bleibt, vertraue ich auf die Mechanismen.
Viele Grüße, Oliver
Die US-Ratingagentur Moody’s hat Stellantis heute von Baa2 auf Baa3 abgestuft, ausgelöst durch die kürzlich vermeldeten massiven Abschreibungen.
S&P hat in der vergangenen Woche das Rating von ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
War's nicht S&P, die Kaupthing am Freitag noch mit A bewerteten?
Am Montag war der Laden pleite. ;-)
@Uliv3: Das ist in der Tat ein wunder Punkt :-) Generell sind Unternehmens-, Bilanz- und Ratingkennzahlen immer nur als Indikation zu verstehen, weil:
1) Sie immer nur auf den Zahlen basieren, die die Bank selbst veröffentlicht.
2) Sie immer rückwärts gewandt sind, oft sogar nur bezogen auf das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr, für das Zahlen veröffentlicht wurden. Meist sind zum jetzigen Zeitpunkt des Jahres z. B. noch nicht mal die Zahlen vom Vorjahr veröffentlicht. Und so schaut man sich aktuell oft Zahlen von 2024 an, die also primär etwas über die Situation der Bank zum Ende 2024 aussagen und kaum etwas über die aktuelle.
3) Ratingagenturen einem inhärenten Interessenskonflikt unterliegen, weil sie von denjenigen bezahlt werden, die sie bewerten :-)
Das heißt nicht, dass die Zahlen wertlos sind, aber man muss sie richtig einzuordnen wissen. Sie geben die grobe Richtung an, viel mehr aber auch nicht. Gegen große, unvorhergesehene Ereignisse ist zudem keine Bank der Welt gefeit. Mit deren (potentiell massiven) Auswirkungen muss man einfach leben :-(
Wenn die zweitgrößte Wirtschaftsnation der EU kein Default der Stellantis abfedern kann, haben wir ohnedies ganz andere Probleme.
@ Uliv3: in Frankreich sind 2026 Präsidentenwahlen und die FN wird den nächsten Präsidenten stellen. Unter einem weiteren Trump Klon ist dort alles möglich bis zur Zwangsumwandlung von Festgeldern in Bankanleihen.
@Roland:Falsch.Die Präsidentschaftswahl in ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@Roland:
Unabhängig von terminlichen Ungenauigkeiten:
Eine sehr gewagte und steile These, aber trotzdem werde ich sie im Hinterkopf behalten, denn ...
VOR Trump hätte ich gesagt: Schwarzmalerische Horrorutopie
JETZT mit Trump: NICHTS ist unmöglich
Es grüßt ein (noch) entspannter Kritischer-Anleger
Wenn die Absicherung der Stellantis fällt, wird es in Europa - aber vermutlich auf dem gesamten Erdball - keinen sicheren Ort für Dein Geld mehr geben.
Und solltest Du Dein Vermögen in Gold oder anderen physischen Werten angelegt haben, wirst Du baldigst Besuch von honorigen Herrschaften bekommen, die Dir sehr überzeugend klarmachen, dass Du Dich schnellstmöglich zu ihren Gunsten von Deinem Restvermögen trennst. Dein Mercedes wird wie vom Erdboden verschwunden sein, Dein Einfamilienhaus wird neue Bewohner finden und Dein einzig verbliebener Besitz wird ein Schlüssel zu einem Schließfach sein, das nicht mehr existiert. ;-)
@Uliv3
Genau, da stimme ich voll zu. Meine Großeltern hatten durch Währungsreformen zweimal ihr gesamtes Vermögen verloren. Auf dem Dachboden habe ich noch Stabel von Urkunden über Anleihen deutscher Städte in Goldmark. Kann man sich heute kaum noch vorstellen. Immerhin, physisches Gold konnte man direkt nach dem Krieg beim Bauern noch in Nahrungsmittel umtauschen. Werde auf diesem Niveau trotzdem kein Gold kaufen, zu spät.
@GerhK & Uliv3:D'accord! - Und daraus sollte / ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@GerhK: Völlig Offtopic hier inzwischen, aber Zwangsumwandlungen oder Vorgaben für Zinsen gab es in der EU schon. Man wende den Blick nach Griechenland oder Ungarn. Daher würde aus EU Sicht eine Umwandlung von Anlagegeld in Anleihen direkt Sinn machen. Eventuell damit die anderen Länder mitspielen in 100jährige französische Staatsanleihen, bei gleichzeitiger angordneter Abwicklung über Schattenbanken. Vorher würde aber Stellantis (der Autobauer) nach bewährter französchischer Art verstaatlicht werden. Ich wage die Prognose das würde nicht zu einem Zusammensturz der EU-Wirtschaft oder dem inflationärem Alptraum, wie hier geschrieben, führen. Das würde alles elegant verpackt werden und per EU Beschluss abgesegnet werden.