Ich habe am 31.10.23 bei der Credit Agricole eine Festgeldanlage beantragt. Nachdem alle Unterlagen dort zur Prüfung vorlagen bekam ich eine sms daß ich mich telefonisch beim Sachbearbeiter mit dem Namen ....soundso melden solle. Der genannte Sachbearbeiter ging mit mir kurz den Antrag durch und sagte dann: Sie haben auch eine iranische Staatsangehörigkeit, sie sind also Iranerin. Ich sagte`: Ich bin Deutsche und habe vor 40 Jahren einen Iraner geheiratet und seitderm automatisch die 2. Staatsbürgerschaft. Alle Angaben waren dort korrekt aufgeführt, denn ich kenne mich mittlerweile mit verschiedenen Banken und Anlagen online gut aus. Dann weiter: Sie müßten überprüfen woher das Geld kommt und dafür müßte ich sämtliche Kontoauszüge von den letzten 6 Monaten von meinem Referenzkonto der Credit Agricole zur Verfügung stellen. Ich sagte: über die gesamten Transaktionen ca. 300 in 6 Monaten können Sie mein ganzes Leben durchleuchten und wollte von ihm wissen wer mir garantiert dass es nicht in andere Hände gerät, kam nur die Antwort dass sei Vorschrift von der Bank. Dann noch einen schönen Tag.
Ich habe eine email an die C.A. geschrieben und um Stellungnahme gebeten, jedoch nichts mehr gehört. Das wars dann wohl. Ist es Standart der C.A. bei Festgeldanlagen oder ist das politische Diskriminierung aufgrund der momentaren dramatischen Nahostlage? Insgesamt hat mich der Vorgang als deutsche Bürgerin sehr betroffen.
Wie die prüfen wollen ist deren Sache, Sie müssen die Herkunft des Geldes prüfen. Wenn du das in 300 Transaktionen über den Monat verteilt eingenommen hast dann eben so. Wenn du 299 mal bei Aldi eingekauft hast kannst du das sicher auch schwärzen. Ich denke denen reichen deine Einnahmen...
Von mir würdest du als Iraner-in kein Konto bekommen. Obwohl es auch im Iran nette freundliche Menschen geben soll.
Aufgrund der bestehenden EU-Sanktionen gegen den ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
War dieser zweite Kommentar von dir wirklich nötig, selbst wenn das "ironisch" gemeint war? Bitte sachlich bleiben oder auch gern beim nächsten Mal einfach weglassen :-)Dein erster Kommentar ist doch völlig in Ordnung und ausreichend.
Das ist das selbe wie wenn ich gesagt hätte das Iraner sanktioniert werden. Nur etwas unfreudlicher dem Land gegeüber.
Ich sagte ja das es dort auch freundliche Menschen gibt.
Ob es dasselbe ist, darüber kann man sicherlich streiten. Aber das ist eher was fürs Spiegel-Forum. Lasst uns doch hier beim Thema bleiben: Geldanlage - und das bitte sachlich, nett und unterstützend. Dann haben wir hier alle am meisten davon!
Das ist aber großzügig von Dir, dass Du den ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Ausgleichs-Angebot:
Auch Deutsche sind eben (leider) nur teilweise nett & freundlich. - Traurig.
(Gewisse Umgangsformen sind und bleiben hier einfach unangebracht.)
Das ist natürlich sehr ärgerlich für Dich so behandelt zu werden.
Bei CA wird man ja danach gefragt ob man ne zweite Staatsbürgerschaft besitzt,und sie dann mit Ja oder Nein beantworten muss.Denke es ist bei allen Banken so.
Vielleicht hätten Sie in ihrem Fall diese frage mit Nein beantworten sollen.
Aber dass fällt dann wieder unter die Rubrik "vorspielung falscher Tatsachen".
Wie man es auch macht und dreht ,nächstes mal ist man um eine Erfahrung reicher.
@ Moi: Dass nach einer 2. Staatsbürgerschaft gefragt wird, ist schon eher ungewöhnlich. In der Regel wollen die Banken nur wissen, wo man seine Steuern zahlt und ob man womöglich in den USA steuerpflichtig ist, denn letzteres würde für die Banken einen erheblichen Mehraufwand bedeuten, weshalb solche Kunden häufig abgelehnt werden. Ob jetzt aber ein Deutscher mit Meldeadresse und Steuerpflicht im Inland noch irgendeinen anderen Pass hat, ist nach meiner Erfahrung den meisten Banken in Deutschland egal.
In letzter Zeit habe ich es ziemlich oft erlebt, dass bei einer Eröffnung nach einer zweiten Staatsangehörigkeit gefragt wurde. Eventuell ändert sich das gerade.
@ Sparer: Auch bei Banken mit deutscher ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Eine gewisse Beachtung orthografischer Grundregeln beim Schreiben von Kommmentaren zeugt von Respekt dem Leser gegenüber.
Ja das mit den bilateralen Abkommen von 1927 ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
So eine Antwort geht gar nicht und gehört hier nicht her. Deine rassistischen Vorurteile kannst du für dich behalten
@Spooky78
Die Crédit Agricole Bank fragt bei der Kontoeröffnung explizit nach einer zweiten Staatsangehörigkeit.
"Haben Sie eine zweite Staatsangehörigkeit?*"
Die mit einem Stern versehenen Felder sind Pflichtfelder.
Von der Deutschen Bank ist bekannt, dass diese russischen Staatsbürgern mit unbefristeter Aufenthaltserlaubnis nach 2/22 die Konten gekündigt hat, obwohl es nur Lohn- und Gehaltskonten waren.
Die Banken agieren wegen der Sanktionen sehr sensibel, es ist heute nicht bekannt, wie die US-Regierung morgen die Sanktionen definiert. Die Strafen in den USA sind bekanntlich enorm.
@Friede,
wenn es sich um einen solchen Betrag handelt, wie schreibst und es Dir im Lauf der Jahre angespart hast, so bist Du faktisch nicht in der Lage dies nachzuweisen.
Die Bank will die Auszüge der letzten 6 Monate sehen, ob da Schwärzungen akzeptiert werden bezweifle ich. Persönlich würde ich mir eine andere Bank suchen, auch wenn es fiktiv Zweizehntel % Zinsen weniger sind.
@ Fred: Die Crédit Agricole ist aber auch eine ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@ Lena: Das ist durchaus eine berechtigte Frage, zumal die CA ja auch beim DB Zinsmarkt vertreten ist, obwohl dort bereits die deutsche Tochter CreditPlus ihre Festgelder anbietet und man sich damit quasi konzernintern Konkurrenz macht. Die Antwort darauf dürften aber vermutlich nur die CA selbst oder vielleicht noch WeltSparen kennen. Und ich glaube nicht, dass man dort solche Geschäftsinterna mit der Öffentlichkeit teilt.
Das Problem wird sein dass es sich dabei um eine französische Bank handelt.
Ich selbst hatte bis vor kurzem einige Jahre lang ein Konto bei einem deutschen Tochterunternehmen einer französischen Bank.
Als ich mich wieder einmal einloggen wollte um den Kontostand zu checken, poppte ein Fenster auf und ich sollte plötzlich Angaben machen ob ich noch irgendwo weiteres Vermögen hätte, in welcher Höhe und in welcher Form.
Daneben wollten sie neben diversen weiteren Angaben noch wissen was ich beruflich mache, wo ich arbeite und natürlich was ich verdiene.
Da ich weder einen Kredit aufnehmen wollte oder sonstige finanzielle Transaktionen tätigen habe ich auch keinen Anlass gesehen solche Angaben zu machen und dieses Fenster erst mal geschlossen.
Einige Zeit später wollte ich dann meine Adresse online nach einem Umzug ändern. Dies war nun nicht möglich ohne dass ich das Online-Formular mit den gesamten persönlichen Daten ausgefüllt hätte.
Ich setzte mich dann telefonisch mit dem Kundenservice in Verbindung. Dort teilten sie mir dann auch mit ich müsste zuerst das Formular ausfüllen, ansonsten könnte ich die Adresse nicht ändern. Dies wäre bei allen Banken so geregelt, was natürlich nicht stimmte.
Ich habe denen dann mitgeteilt, dass ich unter diesen Umständen das Konto nicht mehr weiterführen werde und habe kurze Zeit später das Konto gekündigt.
Ich frage mich, ob ich trotz dieser möglichen vielen Fragen bei der CA anlegen sollte? Kann mich da jemand beruhigen? Liebe Grüße:)
Lieber Udo, das wäre auch Dir passiert, wenn Du eine Iranerin geheiratet und deren Namen angenommen hättest.
Ich finde, der Ton macht die Musik. Eine verständliche und etwas empathische Erklärung der Bank, wieso sie ausgerechnet hier so eine Durchleuchtung machen muss, hätte nach meiner Einschätzung sehr wohl zu einer Kontoeröffnung führen können.
Ich kenne viele Leute, die nur aufgrund ihrer Nachnamen immer wieder ähnliche Probleme bekommen: Wohnungssuche, Arbeitssuche, deutsche Eltern und ihre kritischen Nachfragen über die Spielkameradin mit ausländischem Namen - usw. Schwieriges Thema, erfordert viel Fingerspitzengefühl. Das ist leider nicht oft vorhanden.