Hallo,
Ich habe auf der Internet Seite vom Meine Bank Festgeld über 7 bzw 10 Jahren für 4,5 bzw 5% gefunden.
Der Haken daran scheint zu sein, dass es sich um eine nachrangige Einlage handelt.
Wenn ich aber das, was sie in obigem Artikel über diese Bank geschrieben haben (Bonität und Deckungsquote), sollten doch auch diese beiden Angebote als relativ sicher eingestuft werden können.
Ich würde mich freuen von Ihnen eine Einschätzung zu hören
Hier der Link zu dem Angebot
https://www.meinebank.de/sparen_anlegen/nachrangige_einlage.html#tab=reiter_-885624380
MfG Achim Janders
Es gibt noch ein paar weitere (kleine) Haken: Zum einen beträgt der Mindestanlagebetrag 25.000 €, zum anderen kann die Anlage - anders als Tages- oder Festgeld - nicht direkt über das MeineBank-Onlinebanking getätigt werden, sondern man muss zunächst einen persönlichen Beratungstermin (geht auch per Video-Call) vereinbaren. Am wichtigsten ist jedoch, dass diese Art von Nachrangabrede laut dem "Kleingedruckten" bei einer Insolvenz der Bank weder der von der BVR Institutssicherung GmbH gewährleisteten gesetzlichen Einlagensicherung noch dem zusätzlichen Einlagenschutz der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. unterliegt, d.h. es besteht hier - anders als z.B. bei Festgeld - kein Anspruch auf Entschädigung! Mit anderen Worten: Wenn die Bank pleitegeht, ist das Geld (höchstwahrscheinlich) futsch. Und wer weiß schon, was in 7 oder 10 Jahren ist, zumal die Bank zuletzt sehr aggressiv am Markt agierte und das auf Dauer durchaus auch mal "in die Hose gehen" kann. Es wäre schließlich nicht die erste VR-Bank, die ein "großes Rad drehen" will und sich am Ende übernimmt.
Stimme Spooky78 voll zu! :-)
Ansonsten noch meine Meinung zum Thema "sollte doch ne sichere Bank sein": Ich mach das hier ja jetzt schon seit fast 12 Jahren und habe sowohl davor als auch in dieser Zeit so einiges mitbekommen. Wenn mir heute einer sagt "das kann absolut nicht schiefgehen" und dazu noch super glaubwürdige Argumente darlegt, dann läuten bei mir sämtliche Alarmglocken. Warum? Weil dies genau die Konstellationen sind, in denen Anleger viel zu große Risiken im Verhältnis zu ihrer persönlichen Risikotoleranz eingehen und die Macht der kleinen Wahrscheinlichkeiten völlig unterschätzen.
Ja, es mag heute völlig absurd wirken, dass die Meine Bank in den nächsten 7 bis 10 Jahren pleite geht. Aber wenn sie es doch tut, ist die K**** für dich und alle anderen Nachrangdarlehensgeber aber ganz schön am dampfen. Und wie war das nochmal? Die Zinsen werden auf lange Zeit niedrig bleiben hieß es noch vor 2 Jahren. Achja und der Immobilienmarkt ging doch immer nach oben oder? Oh und wie war das nochmal mit der exzellenten Bonität von Lehman Brothers? Heute wissen wir, was das heißt. Damals hat jeder gesagt "Noooo way gehen die jemals pleite".
Will hier nicht weiter groß klugscheißen, sondern nur ein wenig sensibilisieren dafür, dass gerade diese kleinen Wahrscheinlichkeiten so gefährlich sind. Ist absehbar, dass eine Bank in Schwierigkeiten steckt, legst du dort entweder gar nichts oder nur wenig an. Dein Verlustrisiko ist damit klein oder Null. Denkst du aber "Die können doch gar nicht pleitegehen!" schiebst du ggf. für dich signifikante Beträge rüber. Wenn DANN etwas passiert, darfst du dich aufs Insolvenzverfahren der Bank freuen und darum beten, dass in dem Zuge noch etwas für dich übrig bleibt. Und so ein Insolvenzverfahren kann seeeeeeeehr lange dauern.
Lange Rede, kurzer Sinn: So eine Anlage kann man sicher machen, aber immer in dem Bewusstsein, dass dich niemand auffängt, wenn es schief geht. Und das für ein paar Prozentpunkte mehr? You decide :-)
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Deine Beschreibung ist nicht falsch, allerdings bringst du "zwei paar Schuhe" durcheinander: In Achims Beitrag geht es um die nachrangige Einlage und in deinem Beitrag geht es um genossenschaftliche Mitgliederanteile. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.
Nachdem ich den Kommentar von @Hochtaunus gelesen habe, erhalte ich nun einen etwas differenzierteren Blick auf die Genossenschaftsbanken.
Einige Wasserstandsmeldungen bezüglich der VR-Bank Bad Salzungen habe ich bereits hier geschrieben.
@Benutzer,
"In Achims Beitrag geht es um die nachrangige Einlage und in deinem Beitrag geht es um genossenschaftliche Mitgliederanteile. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun."
Indirekt schon meine ich. Bei einer Pleite der Meine Bank schützt die Bank ihre Mitglieder, in dem sie das FG nachrangig stellt.
"Institutsschutz / Einlagesicherung
Die Raiffeisenbank im Hochtaunus eG ist der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) und der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR-SE) angeschlossen.
Als institutsbezogene Sicherungssysteme haben sie die Aufgabe, drohende oder bestehende wirtschaftliche Schwierigkeiten bei den ihnen angeschlossenen Instituten abzuwenden oder zu beheben. (Institutsschutz). Alle Institute, die diesen Sicherungssystemen angeschlossen sind, unterstützen sich gegenseitig, um eine Insolvenz zu vermeiden. Dadurch sind auch nachrangige Einlagen mittelbar geschützt.
Ein Anspruch auf Institutsschutz besteht nicht. Im Falle einer Insolvenz hingegen unterliegen mit einer Nachrangabrede versehene Einlagen weder der durch die BVR-ISG gewährleisteten gesetzlichen Einlagensicherung noch dem zusätzlichen Einlagenschutz der BVRSE. Ein Anspruch auf Entschädigung besteht daher nicht."
Dieser Absatz auf der HP von der Bank sagt alles zur Sicherheit dieses FG aus.
Anlagesumme 25.000 € bis 3.000.000 €, welches Rad dreht da Meine Bank.