Intertransparente Prozesse, Missachtung von Kontosperren und mangelnder Vermögensschutz im Erbfall- Keine Empfehlung
Als rechtmäßige Erbin musste ich leider äußerstnegative Erfahrungen mit der Targo Bank machen. Nach dem Erbfall wurde das betroffene Girokonto seitens der Bank gesperrt- eine Maßnahme, die sich im Nachhinein als reine Formsache ohne tatsächliche Schutzwirkung herausstellte.
Trotz dieser offiziell eingerichteten Kontosperre ließ es die Bank zu, dass unberechtigten Dritten hohe Geldbeträge vom Nachlasskonto ausgezahlt wurden.
Dass eine Bank ,,trotz einer bestehenden Sperre,,die Vermögenswerte des Erblassers nicht effektiv vor unbefugten Zugriff schützt, halte ich für ein massives
,,Sicherheitsrisiko,, und ein eklatantes ,,Fehlverhalten,, im Bereich der Nachlassverwaltung.
Die anschließende Kommunikation gestaltete sich trotz lückenloser Vorlage aller Dokumente als extrem zäh, schleppend und unkooperativ.
Anstatt den Vorfall transparent aufzuklärenund den Schaden zu regulieren, wurde ich über einen unzumutbar langenZeitraumhingehalten. Wer Wert auf Zuverlässigkeit, Sicherheit und Transparenz im Erbfall legt, sollte sich den Wechsel zu diesem Institut meiner Erfahrung nach genau überlegen. Ich kann die Targobank absolut ,,NICHT,, empfehlen.
@ich: Ich habe Ihre Schilderung mit Interesse gelesen, da ich vor zwei Jahren selbst Erbe eines Targo Bank Girokontos war. Das Problem, dass Unbefugte Geld von dem Konto abgehoben haben, gab es bei mir glücklicherweise nicht.
Bei uns lief das so: Sobald die Targo Bank (durch von der Rentenversicherung zurückgeholte, weil überzahlte, Rentenzahlung) vom Tod des Kontoinhabers erfahren hatte, konnte ich mit der Bankkarte des Erblassers schlagartig kein Geld mehr vom Konto abheben, die Karte wurde vom Automaten eingezogen. Da ging also nichts mehr. Onlinebanking hatte der Erblasser nicht.
Der Kontobevollmächtigte, der gleichzeitig Miterbe war; hat dann das Konto auflösen lassen und das Guthaben auf ein Konto unserer Wahl überweisen lassen. Bis man seine eigene Erbberechtigung offiziell nachweisen kann, das dauert ja einige Wochen bis Monate. Ich weiß daher nicht, wie das gelaufen wäre, wenn nicht ein Miterbe die Kontovollmacht gehabt hätte.
Mich würde sehr interessieren, wie die Unbefugten in Ihrem Fall an das Geld gekommen sind. Gab es einen Online-Account, über den die gehen konnten, oder war es ein Bevollmächtigter ... ?
Wer schon mal Erbe war, oder einen Nachlass verwalten und auflösen musste, weiß, wie kompliziert und nervig gerade diese Konto- und sonstigen Vertragsauflösungen sind. Wir fanden es eher sehr schwer, an die Gelder (es gab mehrere Konten) heranzukommen, hatten eher den Eindruck, die Banken halten das Geld fest, als gehöre es ihnen, trotz Kontovollmachten.
Noch ein Erlebnis zu dem Thema:
Zufällig habe ich vor einigen Monaten in anderer Angelegenheit in einer Targo Bank Filiale persönlich etwas klären müssen. In der Filiale war es völlig leer, ich freute mich also schon, dass es schnell gehen wird. Lediglich eine einzige Kundin war vor mir. Es dauerte allerdings ca. 30-40 Minuten, die ich dann doch warten musste (es gab auch nur eine einzige Schalterangestellte).
Raten Sie, was bei der Dame vor mir so lange gedauert hat: Die hat als Erbin einen Nachlassfall dort abwickeln lassen. Da waren tausende Formulare auszufüllen, alles wurde akribisch geprüft ...