DKB Erfahrungsbericht #22 von Schneiderstein

Hinweis: Der folgende neutrale Erfahrungsbericht zur DKB wurde uns am 26.12.2017 von unserem Nutzer Schneiderstein übermittelt und spiegelt die Praxiserfahrung und Meinung des jeweiligen Autors wider.

Unser Dankeschön für eine Bewertung der DKB

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Ich habe vor einigen Wochen ein Girokonto bei der DKB eröffnet. Was die Eröffnung selbst, das Onlinebanking und den Kundenservice angeht, kann ich mich den positiven Bewertungen anschließen, die hier bereits abgegeben wurden. Manches ist einfach nur etwas gewöhnungsbedürftig.

Eröffnung

Mein neues Girokonto nennt sich DKB-Cash und besteht aus mindestens zwei Komponenten: einem kostenlosen Girokonto und einer kostenlosen Visa-Karte bzw. deren separatem Konto. Ein Tagesgeldkonto kann online beantragt werden und ist sehr schnell eingerichtet. Vom Postident-Verfahren bis zur abgeschlossenen Kontoeinrichtung kündigt die DKB die Post-Zustellung von 7 Unterlagen innerhalb von 14 Tagen an:

  1. Kontodaten
  2. Anmeldedaten für das Internet-Banking mit TAN2go und chipTAN
  3. PIN für die Girokarte
  4. PIN für die DKB-Visa-Karte
  5. Registrierungsdaten für TAN2go
  6. Girokarte
  7. DKB-Visa-Karte

In meinem Fall waren die Positionen 1 bis 6 schon in 5 Tagen nach Beantragung im Briefkasten. Beunruhigt war ich allerdings, dass die Visa-Karte auch nach 9 Tagen noch nicht eingetroffen war. Das stellte sich als grundlos heraus. Seit der Zusendung dieser sechs Unterlagen nutze ich mein neues Konto fast täglich. Die gesamte Einrichtung des Kontos war problemlos und alle Tests mit Hin- und Herüberweisungen zu Konten, bei denen das DKB-Cash als neues Referenzkonto dient, fielen positiv aus.

Onlinebanking

Das Onlinebanking war nach Zusendung der oben genannten sechs Unterlagen sofort möglich und ich habe es in den vergangenen Wochen sehr intensiv genutzt, teilweise natürlich einfach, um Funktionen auszuprobieren. Nicht schön finde ich, dass bei der Umsatzabfrage nicht der jeweilige Kontensaldo nach einer Zu- oder Abbuchung aufgeführt ist. Ich habe zunächst 3 Apps installiert und getestet. Die Banking-App von DKB funktionierte bei allen bisherigen Transaktionen einwandfrei, ebenso TAN2go. Letzteres TAN-Verfahren habe ich bisher am meisten genutzt, finde es aber sehr angenehm, dass auch das chipTAN-Verfahren mit Karte und Lesegerät von der DKB angeboten wird. (Auf eine dritte App zur Suche von Geldautomaten und Bargeldausgabe in Supermärkten komme ich weiter unten zu sprechen).

Kundenservice

Bisher habe ich den Kundenservice zweimal in Anspruch genommen, jeweils per Telefon und einmal zusätzlich per E-Mail. Beim ersten Versuch, per Telefon etwas zum Verbleib der Visa-Karte zu erfahren, die beträchtlich später als die anderen Unterlagen ankam, scheiterte ich an zu langen Wartezeiten. Das war aber okay, denn die Ansage verwies auf eine gerade sehr starke Nachfrage beim Telefonservice. Ich schrieb also eine E-Mail, die dann auch nach zwei Tagen beantwortet wurde. In der Zwischenzeit hatte ich es nochmals per Telefon versucht und dabei auch recht schnell, freundlich und kompetent Auskunft erhalten. Beim zweiten Kontakt mit dem Telefon-Service hatte ich faktisch überhaupt keine Wartezeit. Die Auskunft war wieder freundlich, kompetent und klar, wenn sie mir auch nicht gefiel:

Es ging darum, dass ich einen „Dauerauftrag“ vom Girokonto auf mein Visa-Karten-Konto einrichten wollte. Beim DKB-Cash gehen aber nur so genannte „VISA-Sparaufträge“. Nach meinen Vorstellungen sollte ein aus meiner Erfahrung ermittelter Betrag jeweils zum ersten eines Monats vom DKB-Girokonto auf das Visa-Konto fließen und dort für Bargeldabhebungen und Kartenzahlungen zur Verfügung stehen. Am 01.01.2018 räumte ich vom Visa-Konto einen Überschuss aus dem Dezember auf 0 ab; in vermeintlicher Sicherheit, am Folgetag das Konto durch meinen „Dauerauftrag“ wieder neu aufgefüllt zu haben. Das war aber nicht der Fall. Das Girokonto war zwar schon mit dem eingerichteten regelmäßigen monatlichen Betrag belastet, aber das Visa-Konto stand noch in den Abendstunden auf Null. Die Dame am Service-Telefon erklärte, dass die Gutschrift bis 24 Uhr auf sich warten lassen kann.

Das kann gefährlich werden, wenn schnell Geld gebraucht wird und ich finde das auch nicht gut für die Sicherheit. Als sicherheitsbewusster Kunde befolge ich doch die Grundregeln: Stecke nicht mehr Bargeld ein als nötig und stecke nicht mehr Bankkarten ein als nötig, also nur eine. Diese sollte allenfalls geringe Überziehungen erlauben, aber auch unterwegs auf der Guthabenseite blitzschnell im Bedarfsfall aufgefüllt werden können oder geplant mit einem Dauerauftrag. Das sehe ich nun bei meinem DKB-Cash-Konto eher skeptisch. Erst jetzt ist mir auch aufgefallen, dass es im Online-Banking die von mir bisher manchmal bei meinem alten Girokonto genutzte Funktion „Umbuchung“ gar nicht gibt. Dabei wird zwischen den bei einer Bank unterhaltenen Konten ein Betrag sofort von einem auf das andere Konto transferiert. Das klappt sogar noch im Laden vorm Regal oder auf dem Weg zur Kasse. Es ist schade, wenn das fehlt und ich somit als Kunde nur die Wahl zwischen weniger Sicherheit oder weniger Liquidität habe.

Eine echte Enttäuschung war für mich aber die Akzeptanz der DKB-Visa-Karte. Ob Discounter oder Restaurant, noch nie habe ich in so kurzer Zeit so oft gehört, dass mit der Karte die Bezahlung nicht geleistet werden kann. Das kam so:

Neben der Banking-App und der für TAN2go können sich DKB-Kunden und Interessierte die App „Visa Travel Tools“ installieren. Die Frage, wie der Zugang an Bargeld gewährleistet werden kann, hatte ich natürlich zu klären versucht, ehe ich überhaupt einen Wechsel zu DKB-Cash in Erwägung zog. Zu meiner Freude zeigte die Travel-Tools App in meiner eher ländlich strukturierten Wohngegend in Deutschland nicht nur einen Geldautomaten in 300 Metern Entfernung vom Wohnhaus an, sondern auch den Discounter um die Ecke und ein Möbelgeschäft. Als ich die Visa-Karte erhalten hatte und für ausreichendes Guthaben gesorgt hatte, testete ich sie am Bankautomat, an der Tankstelle und in einem Supermarkt. Alles einwandfrei. Ausgerechnet an der Kasse des Penny-Marktes, den mir die Visa Travel Tools als Station fürs Geldabheben anzeigt, wurde dann aber die Visa-Karte zurückgewiesen beim Versuch, damit einen Einkauf zu bezahlen. Nächster Fall: Ein Restaurant in der nahen Kreisstadt. „Wir akzeptieren nur EC-Karten“. Das alles war noch kein Problem, die Beträge lagen jeweils deutlich unter 100 € und wurden einfach bar bezahlt. Richtig ärgerlich wurde es dann aber, als ich einen meiner Gäste beim von mir organisierten Weihnachtsbrunch um Begleichung der üppigen Rechnung für 17 Gäste bitten musste, weil wieder die Visa-Karte der DKB nicht akzeptiert wurde, sondern nur EC-Karten.

DKB-Kunden oder solche, die es werden wollen, sollten also im Vergleich zu denen von Volksbanken und Sparkassen sehr deutlich die Bargeldbestände aufstocken, die sie mitführen oder ständig eine zweite Karte dabei haben. Ich empfinde es nicht gerade als positiv, Freunden die Bezahlung zu überlassen, auch wenn man noch an Ort und Stelle per Onlinebanking den Betrag zurücküberweisen kann.

Fazit: Die Gesamtbewertung, die ich mit „neutral“ abgebe, soll keineswegs Interessierte davon abraten, ein DKB-Cash-Konto einzurichten. Immerhin bietet die DKB ein kostenloses Girokonto an. Bei einer vernünftigen Kontenstruktur fallen in einer Familie wie meiner schnell mal 260 € jährlich an Kontoführungsgebühren an. Dagegen will ich mich natürlich als Kunde wehren. Gleichzeitig hat aber Banking auch ein enormes Entwicklungspotential in dem Sektor, Kunden bei der wirtschaftlichen Planung ihrer Finanzen zu unterstützen. Ich persönlich verzichte gern auf eine App, die mir schön grafisch anzeigt, was ich in einem Monat an der Tankstelle, im Lebensmittel-, im Technik- und im Klamottenladen ausgegeben habe. Das interessiert mich nicht. Ich will neben regelmäßigen Rücklagen-Überweisungen am Ende des Monats wissen, ob etwas fehlt oder etwas übrig ist und mit kleineren oder für meine Verhältnisse größeren Beträgen zur Aufstockung eh vorhandener Rücklagen für Vorsorge, Urlaub, Ersatzbeschaffung, Liquidität etc. sorgen.

Meiner Meinung nach fehlt es allgemein an Produkten, die grundlegende betriebswirtschaftliche Begriffe wie Kostenstellen und Kostenarten in attraktiver Form auf den Privatkundenbereich der Banken übertragen.

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