Guten Morgen in die Runde!
Ich habe kürzlich ein Tagesgeldkonto bei der HDB eröffnet, um dort Ersparnisse interimsweise zu einem attraktiven Zinssatz von 3% anzulegen.
Nun wurde ich von der HDB schon mehrmals aufgefordert, Nachweise zur Mittelherkunft vorzulegen. Man verlangt Gehalts- oder Einkommensnachweise,Verkaufsverträge (z. B. Immobilien oder Wertpapiere),Erbschafts- oder Schenkungsnachweise odersonstige geeignete Unterlagen zur Herkunft der eingesetzten Mittel.
Ich hatte der Bank gegenüber mit entsprechenden Kontoauszügendokumentiert, dass die Ersparnisse vorher bei einer anderen inländischen Bank angelegt waren. Dies reicht der HDB aber nicht aus.
Bin ich verpflichtet, der Bank meine Einkommensverhältnisse darzulegen, insbesondere z. B. Kaufverträge vorzulegen, um die Mittelherkunft nachzuweisen?
Ich wechsele öfter zwischen Bankinstituten, je nachdem wo gerade gute Zinsen angeboten werden. Derartige Nachfragen wie bei der HDB habe ich bisher aber bei keiner anderen Bank erlebt.
@Ha.Se Danke für deinen Bericht!
Genau diese "Mittelherkunfts"-Konstellation trifft auch auf mich zu: Erspartes, das im Lauf der Jahrzehnte ehrlich und hart erarbeitet, und bereits mindestens einmal und teilweise fürstlich besteuert wurde. Das ist ein Szenario, dass sich eben nicht mit einem einfachen Beleg wie einem aktuellen Kaufvertrag oder einer Gehaltsabrechnung nachweisen lässt (da es diese nicht geben kann) und so die Willkür bei der paranoiden Geldwäscheprüfung fördert.
Bisher wurde hier über dieses Szenario meines Wissens nirgendwo berichtet, was eine Erklärung dafür sein mag, warum von solchen Nachweis-Nachfragen oft ohne nennenswerten Widerstand berichtet wird, wenn nicht sogar mit der Überzeugung, etwas Gutes getan zu haben.
Insofern bin ich aus eigener Betroffenheit gespannt, was die HDB in deinem Fall als Nachweis gelten lässt, welchen Aufwand das für dich bedeutet und ob es überhaupt eine zufriedenstellende Antwort für die Bank geben kann.
Schon jetzt steht fest, dass ich Konsequenzen ziehen werde.
Nachtrag: Würdest du mitteilen, nach welcher Zeitspanne nach Geldeingang auf dem Tagesgeldkonto die HDB einen Nachweis gefordert hat?
@Ernie
"Bisher wurde hier über dieses Szenario meines Wissens nirgendwo berichtet..."
Doch, im Hamburg TG Thread hab ichs schon ausgiebig breit getreten, aber wie so oft zerfleddern die Threads.
Am vergangenen 19.06.2026 habe ich ausführlich ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@H. M
Danke für den Hinweis. Tatsächlich verfolge ich dieses Thema nur noch bei Banken, bei denen eine Anlage für mich in Frage käme. Die Bigbank kam da aus vielen Gründen nie in Frage, unter anderem auch seit ein paar Jahren wegen eben dieser Kundenberichte über misstrauische Nachfragen.
Mich würde die Begründung interessieren, warum ein ESt-Bescheid noch sensibler sein sollte als ein anderer Einkommensnachweis. Wegen den FA-bezogenen Daten?
Hängt aber möglicherweise auch vom persönlichen Steuer"profil" ab.
Mich würde trotzdem interessieren, was die Bigbank in deinem Fall zufriedenstellt. Vielleicht startest du dazu ja noch einen eigenen Faden oder postest in diesem Faden von Hans-Jürgen, der berichtet heute ebenfalls über eine ähnliche Nachfrage bei der Bigbank berichtet:
https://www.kritische-anleger.de/forum/banken-und-anbieter/nachweis-der-mittelherkunft-bei-tagesgeld-und-festgeldanlagen/
@Jojo
Danke, den Faden verfolge ich und habe dir dort auch schon geantwortet.
Allerdings hast du dort mitgeteilt, dass du aufgrund solcher Nachfragen nicht an Konsequenzen denkst und dein aktueller ESt-Bescheid als Nachweis geeignet erscheint. Beides trifft für mich nicht zu. Dein Nachweis entspricht wie schon erläutert aus meiner Sicht einem scheinbar etwas einfacheren Szenario als demjenigen von @Ha.Se und letztendlich auch mir. Trotzdem lese ich gern mit.
Die Anfrage kam 2 Monate nach Kontoeröffnung. Allerdings hatte ich in diesem Zeitraum mehrere Einzahlungen getätigt. Vielleicht gibt es eine "Einzahlungsschwelle", ab der die Bank aktiv wird/werden muss...
@Ha.Se: War die von Dir insgesamt eingezahlte Summe sechsstellig? Bisher schien mir das der Auslöser für Nachfragen zu sein, aber wir lesen hier mittlerweile von Nachfragen bei einer Einzahlungssumme in Höhe von 30000 Euro. Es macht mir zur Zeit kaum noch "Spaß", Tagesgeld in nennenswerter Größenordnung bei einer Bank anzulegen, weil ich den bürokratischen Nachgang fürchte und weiß, dass ich den Anforderungen der Bank (einiger Banken) kaum/nicht gerecht werden kann, sofern Kontoauszüge der Voranlagen bei anderen Banken als Belege nicht ausreichen.
Meine Steuerberaterin meinte spontan, mit der ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@H.M.: Ich hatte eine entsprechende Anfrage zur Mittelherkunft noch nicht, daher ist das nur meine Spekulation, aber ich könnte mir vorstellen, dass es der Bank auch gar nicht um die komplette EST-Erklärung geht, sondern nur um die Zusammenfassung der Gesamteinnahmen.