Menü
Tagesgeld 4,00%Festgeld 3,65%BankenDepotsETFsForumMein BereichMein BereichLogin
Banken  ⟩  Hanseatic Bank  ⟩  Forum  ⟩  Thema
Hanseatic Bank GenialCard Kundenquälservice

Hanseatic Bank GenialCard Kundenquälservice

Registriertes Community-MitgliedIngridP am 01.08.2026

Die Visa GenialCard ist technisch super: Echte Kreditkarte, flexibles Zahlungsziel, 100 % Lastschrifteinzug. Solange alles läuft, okay.Das böse Erwachen kommt bei Problemen: Nach einem Kreditkartenmissbrauch habe ich den Betrug sofort online und per Einschreiben gemeldet. Trotz eindeutig nachgewiesenem Betrug durch einen namentlich bekannten Dritten verlangte die Bank erst den vollen Betrag von mir, später einen Teilbetrag. Die Krönung: Ich sollte das Problem „selbst mit dem Händler klären“. Wie bitte? Das ist die gesetzliche Aufgabe der kartenausgebenden Bank!Obwohl ich der unberechtigten Forderung nachweislich widersprochen habe, schickt mir die Hanseatic Bank nun frech automatisierte Mahnungen. Das Ignorieren von Betrugsopfern und rechtlichen Widersprüchen geht gar nicht. Sogar die Geschäftsführung ignoriert den Fall und ist nicht erreichbar. Ich kündige die Karte und melde den Fall der BaFin. Im Ernstfall absolut unzuverlässig!

Registriertes Community-MitgliedStella am 01.08.2026

@IngridP.: interessante Erfahrung, danke. Tenhagen von Finanztip empfiehlt genau diese Karte in seinam wöchentlichen Newsletter. Das sind nämlich die Fallstricke bei Bewertungen. Ausschlaggebend ist doch auch, wie sich das Kulanzverhalten von Institutionen und Händlern in der Praxis bewährt.

Registriertes Community-MitgliedMarkus am 01.08.2026

@IngridP
Vielen Dank für das Mitteilen Ihrer Erfahrung mit der Hanseatic Bank. Mein Mitgefühl gilt Ihrem entstandenen Schaden.

Dem Verhalten der Bank, ob nachvollziehbar oder nicht, ist insbesondere bei Forderungen/Mahnungen zu widersprechen. Dieses ist ja erfolgt, leider erteilt die Bank weiterhin Mahnungen. Ich würde empfehlen auch unverändert diesen Mahnungen zu widersprechen und alle Widersprüche mit Eingangsdatum bestätigen zu lassen. Abseits dem Bankenkindergarten, rate ich zweigleisig zu fahren und den Kreditkartenmissbrauch der Polizei/Staatsanwaltschaft im Rahmen eines Strafantrages (nicht Strafanzeige) aufzuzeigen. Es ist leichter einen entstandenen Schaden in Verbindung mit einer Strafantrages an die Bank abzutreten. Leider unterstützt hier die Hanseatic Bank nicht ihrem Kunden und wälzt sogar eigene Aufgaben dem Kunden auf.


Mir wurde durch ein Kartenduplikat (nicht Hanseatic Bank) in Argentinien in zwei Währungen, ein kleiner vierstelliger Schaden verursacht. Die Bank hat aufgrund vieler zeitlicher paralleler Verfügungen von Kleinstbeträgen (in Sinne von 3,34 US$) in US-Dollar und Argentinischen Peso das Konto nach wenigen Stunden gesperrt. Ein höherer Schaden konnte so vereitelt werden. Die Betrugspräventionssoftware hat gut funktioniert und bewertete meine nachvollziehbaren und regelmäßigen Kartenumsätze in Deutschland und plötzliche zeitgleiche Umsätze in Argentinien als Unregelmäßigkeit.

Die Bank hatte mir zu einem Strafantrag geraten. Nach dem Strafantrag habe ich den gesamten Schaden an die Bank abtreten können und der Schaden inklusive Wechselkursverlusten wurde mir sehr kurzfristig mit rückwirkender Valuta durch die Bank erstattet. Für solche Fälle ist die Bank versichert und wird auch ihren Schaden erstattet bekommen.

Die Polizei konnte eine Manipulation des Bankenterminals in der hauseigenen Filiale außerhalb der Geschäftszeiten ermitteln und folglich wurden Magnetstreifendatensatz und PIN über das Darknet veräußert und unmittelbar für Betrug genutzt. Das Datenabgreifen, der Datenverkauf, das Erstellen eines Kartenduplikats, der Kartenmissbrauch und die Kontensperre sind innerhalb von 24 Stunden erfolgt. Der Vorfall ereignete sich in 2014 und mir wird immer noch schwindelig, wenn ich den zeitlichen Ablauf betrachte. Die Bankenterminalmanipulation (Vorbausatz Karteneingabe, hauchdünnfolierte Tasten zur Spannungsmessung) die durch die Täter nach Stunden zurückgebaut wurde, ist mir nicht aufgefallen. Die mir bekannten Tricks, wie z.B. eine zusätzliche Mini-Kamera oder „über die Schulter schauen“ zum Abgreifen der PIN wurden hier nicht genutzt. Die PIN wurde durch das Messen von Stromspannungsänderungen bei Kontakt mit den manipulierten Tasten abgegriffen.

Mittlerweile konstatiere ich: Dieses könnte jedem, nicht wie von mir immer vermutet nur den Hochbetagten, wiederfahren. Seit diesem Vorfall habe ich Limitanpassungen von Giro/EC/Kredit-Karten vorgenommen. Ferner habe ich dem beleghaften Zahlungsverkehr widersprochen.

Dieser Post wurde am 05.08.2026 um 11:37 Uhr geändert.