Wie verdient Scalable Capital Geld?

Wie verdient Scalable Capital Geld?

Scalable Capital bietet im Rahmen seines Brokers zwei Tarife an, zum einen den FREE Broker und zum anderen den PRIME Broker mit einem kostenpflichtigen Abo-Modell, bei dem Anleger eine monatliche Gebühr bezahlen, um anschließend komplett kostenlos und unlimitiert Aktien, ETFs und andere Wertpapiere handeln zu können. Scalable Capital verdient mit dieser Abo-Gebühr ein wenig Geld, allerdings dürfte der Großteil des Umsatzes eher aus sogenannten Rückvergütungen von den genutzten Börsenplätzen gettex und Xetra stammen.

Neobroker wie Scalable Capital erhalten bei diesem Geschäftsmodell z. B. von der Börse gettex eine Art Rückvergütung, wenn die eigenen Anleger über diese Börse ein Wertpapier kaufen oder verkaufen. Gettex selbst muss natürlich auch Geld verdienen, insofern stellt sich schnell die absolut berechtigte Frage, wie dann gettex überhaupt Geld verdient. Die Antwort darauf ist einfach: gettex bringt Käufer und Verkäufer von Wertpapieren zusammen. Dabei hat der Verkäufer einen gewünschten Verkaufspreis und der Käufer einen angestrebten Kaufpreis (meist billigst). Die Differenz zwischen diesen beiden Preisen (bzw. Kursen) ist der sogenannte Spread. gettex weist diesen Spread leicht größer aus, sodass ein Teil davon als Vergütung bei der Börse landet. Ein Teil dieser Vergütung landet dann wiederum als Rückvergütung bei Scalable Capital.

Diese Art des Geschäftsmodells ist zwar einerseits relativ intransparent, andererseits aber mittlerweile recht akzeptiert im Markt, insbesondere im Bereich der Neobroker. Anleger sollten stets im Hinterkopf behalten, dass die Trades über Broker wie Scalable Capital, Trade Republic und Smartbroker selbstverständlich nie komplett kostenlos sind, denn niemand hat in unserem Wirtschaftssystem etwas zu verschenken. Die Gebühren stammen letztlich aus höheren Spreads und den Rückvergütungen der Börsen. Für Anleger bedeutet das potentiell leicht schlechtere Einkaufs- bzw. Verkaufskurse, allerdings ist das bisher kaum mess- bzw. nachweisbar.

Dass Scalable auf diese Art und Weise Geld verdient, finden wir nicht grundsätzlich schlimm, sofern man sich der Funktionsweise bewusst ist. Die Gebühren in Form von potentiell größeren Spreads sind aller Wahrscheinlichkeit immer noch deutlich kleiner als bei klassischen Brokern. Achten Sie aber darauf, möglichst zu den klassischen Börsenzeiten (9-17 Uhr) zu handeln, denn dann sind die Spreads erfahrungsgemäß am kleinsten, und damit die von Ihnen indirekt gezahlten Gebühren.

Weitere häufig gestellte Fragen:

Stefan Erlich

Ist Scalable Capital empfehlenswert?

Wir haben uns der Broker von Scalable Capital sehr genau angeschaut und sowohl die wichtigsten Eckdaten als auch unsere Praxiserfahrungen in einem ausführlichen Testbericht zusammengefasst. Wie dabei unsere Scalable Capital Bewertung ausfällt und ob wir den Broker weiterempfehlen würden, erfahren Sie über den folgenden Link.

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Welche Alternativen gibt es zu Scalable Capital?

Vergleichen Sie der Broker von Scalable Capital ruhig einmal mit dem eines direkten Konkurrenten, um ein Gefühl für die Attraktivität des Depots zu bekommen. Einfach in der folgenden Liste auf den gewünschten Link klicken.