Erfahrungsbericht zur Consorsbank von ThomasB
Diese negative Bewertung zur Consorsbank wurde uns am 27.02.2020 vom Nutzer ThomasB übermittelt.
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„Solange alles nach den Wünschen der Bank läuft, ist man freundlich, aber bei tiefergehenden Fragen wird es unangenehm...“

Negative Bewertung der Consorsbank

Bei der Consorsbank habe ich aktuell mehrere Depots, die dazu nötigen Verrechnungskonten, Tagesgeldkonten und Fremdwährungskonten. Ich war ursprünglich DAB-Kunde und wurde dann 2014 von der Consorsbank übernommen, als die DAB zu BNP Paribas überging.

Ich nutze zum Handeln die Seite der Consorsbank. Zum Einloggen und zur TAN-Generierung benötige ich die App. Was mich immer wieder überrascht ist die meiner Ansicht nach nutzerunfreundliche Internetseite, dabei sollte das eigentlich das Aushängeschild einer Onlinebank sein: Zum Beispiel muss ich für das Ausführen einer Aktivität in die x-te Ebene abtauchen und wenn ich dann zurück möchte, gibt es keinen Menüpunkt „zurück“. Es fehlt eine Menüleiste, mit der man bequem auf die entsprechende Ebene springen könnte. Auch das Lesen der Nachrichten, die in verschiedenen Postfächern hinterlegt werden, finde ich nervig. Eine seitliche Menüleiste, wie in jedem E-Mail-System, wäre toll, stattdessen kommen immer zentralisierte Pop-Up-Fenster. Außerdem habe ich den Eindruck, dass man noch nicht erkannt hat, dass man bei einer Auflösung von 1080 x 1920 zweckmäßigerweise seitlich die Hauptmenü-Punkte platzieren könnte.

Fragen stelle ich per E-Mail oder telefonisch. Die E-Mail hat den Vorteil, dass man später einen Beweis hat, telefonisch ist immer so ein Thema, aber die Gespräche müssen ja aufgezeichnet werden. Positiv ist, dass man in der First-Level-Hotline nach ein paar Minuten einen ersten Kontakt hat; negativ ist, dass man von dort in "Fachgruppen" verbunden werden muss.

Solange alles nach den Wünschen der Bank läuft, ist man freundlich. Die Kompetenz ist nach meiner Erfahrung begrenzt: Standardfragen können beantwortet werden, geht es ans Eingemachte hinsichtlich Steuer usw. wird es schwierig. Ich habe sogar schon falsche Auskünfte erhalten, ob nun absichtlich oder unabsichtlich sei dahingestellt, aber ich habe gelernt, dass ich mich nicht auf die Auskünfte verlassen kann, was gerade bei Steuer-Themen extrem unschön ist. Was nützt mir da eine freundliche Auskunft, wenn sie falsch ist und ich danach Ärger habe?

Eine Anfrage zum SAG-Gesetz habe ich vor mehreren Wochen gestellt. Ich vermute, dass ich bisher keine Antwort erhalten habe, weil sie negativ ausfällt, man möchte ja nicht, dass der Kunde sein Kapital abzieht.

Besonders negativ finde ich, dass die Geschäftsbedingungen regelmäßig angepasst werden und ich als Kunde selbst rausfinden darf, worauf ich dann zu achten habe. Bei der comdirect wurden die Änderungen bspw. hervorgehoben, so war es relativ leicht ersichtlich und transparent. Die Gebühren sind gegenüber der DAB-Bank spürbar höher. Bei den Ordergebühren wurde ich mit einem Neukunden-Angebot geködert, welches nun nicht mehr gilt. Angesichts der Gebührenstruktur eignet sich die Consorsbank meiner Meinung nach nur für Anleger der Buy & Hold-Strategie.

Dies gilt noch mehr bei der Währungskonvertierung: Obwohl ich mich zuvor telefonisch informiert hatte, wurde ich überrascht. Man sagte, die Marge sei in Prozent, dabei wird sie in Währungseinheiten berechnet. Hier schneiden vergleichbare Anbieter wesentlich günstiger ab. Daher sehe ich mich aktuell nach einem neuen Anbieter um.

In Summe würde ich diese Bank aktuell nicht empfehlen, das liegt zum einen an den Gebühren zum anderen an dem SAG-Gesetz (systemrelevante Bank).

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