CosmosDirekt Erfahrungsbericht #3 von SeMe

Bereits vor Jahren hatte ich mich bei der CosmosDirekt bzgl. einer Lebensversicherung und später wegen einer Finanzierung erkundigt, aber schlussendlich doch woanders abgeschlossen. Mehr durch Zufall sah ich dann, dass CosmosDirekt mittlerweile auch ein Tagesgeld-Konto zu gar nicht mal schlechten Konditionen anbot. Ich entschloss mich daher, am 20.10.2012 ein „Tagesgeld Plus“ bei der CosmosDirekt zu eröffnen.

Die Beantragung fand ich problemlos. Wie damals und auch teils heute noch üblich wurden durch die Eingabe meiner Daten auf der Homepage Antrags- und Postident-Formulare erzeugt. Diese Unterlagen habe ich in der darauffolgenden Woche bei der Post abgegeben und eine Woche später erhielt ich alle nötigen Unterlagen, um das Konto zu nutzen.

Mir war und ist eine deutsche Einlagenlagensicherung wichtig. Die ist natürlich auch bei der CosmosDirekt gegeben. Zu beachten ist meiner Meinung nach allerdings, dass die CosmosDirekt als (Lebens-)Versicherungsunternehmen nicht durch die EdB, sondern durch die Protektor Lebensversicherungs-AG abgesichert ist.

Auch an anderen Stellen merkt man meiner Ansicht nach, dass es sich nun mal nicht um eine gewöhnliche Bank handelt. So erhält man bspw. kein eigenes Konto, sondern zahlt das Geld unter Angabe der Vertragsnummer im Verwendungszweck auf ein einheitliches Konto ein. Mich stört das jedoch nicht weiter.

Auch die Funktionen in der Online-Verwaltung finde ich etwas ungewohnt. Nach dem Login kann ich bspw. über eine Funktion die Auszahlungshöhe auf ein vorher hinterlegtes Referenzkonto bestimmen, klicke „Weiter“ und das war’s. Die Eingabe einer mTAN oder iTAN entfällt. Immer Anfang des Jahres hole ich im Rahmen einer Sondertilgung meist ein Großteil des Geldes ab und zahle über das Jahr wieder kleinere, lohnenswerte Beträge, die auf meinem Girokonto übrig sind, wieder ein.

Die Online-Verwaltung nutze ich ansonsten regelmäßig, um die quartalsweise erscheinenden Kontoauszüge sowie die jeweils gültigen Zinssätze zu prüfen. Neben dem Kontostand und den Kontobewegungen bzw. Umsätzen (übrigens ohne zeitliche Einschränkung) kann ich auch das Postfach abrufen.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit, einen sogenannten „Sparplan“ einzurichten. Nach Einrichtung wird monatlich, 1/4-, 1/2- oder 1-jährlich ein Sparbeitrag per Lastschrift vom angegeben Konto eingezogen. Es gibt keine Funktion für eine einmalige Lastschrift, dies wird per Überweisung vom Referenzkonto erledigt.

CosmosDirekt bietet mittlerweile eine App (Android, iOS) zur „Vertragsverwaltung“ an, auch wenn ich diese ebenso wenig wie andere Finanz-Apps nutze.

Etwas schade finde ich, dass ich den Freistellungsauftrag nur per Brief ändern kann. In der Online-Verwaltung gibt es zwar einen Bereich „Vertragsverwaltung“ mit der Funktion „Freistellungsauftrag ändern“, allerdings wird hierbei nur eine Standard-PDF geöffnet, die man ausdrucken, handschriftlich ausfüllen und per Post versenden muss. Es erfolgt keine Vorausfüllung und es gibt auch nicht die Möglichkeit, das Formular im PDF-Reader auszufüllen. Nach der Bearbeitung seitens CosmosDirekt kann der Freistellungsbetrag online eingesehen werden. Eine gesonderte Information hierüber erhält man leider nicht.

Ansonsten hatte ich bisher keine Probleme, daher gab es auch noch keine Notwendigkeit meinerseits, den Service in Anspruch zu nehmen.

Alles in allem kann ich nichts Negatives über die CosmosDirekt berichten. Was das Tagesgeld angeht, bieten sie meiner Meinung nach mit 0,5 % für alle (!) Kunden immer noch solide Konditionen an, aber leider nur noch bis 25.000 € (Stand: Q2/2018). Positiv zu erwähnen, finde ich dabei außerdem, dass die Zinsen quartalsweise festgeschrieben werden und danach eine Zinsgutschrift erfolgt, also alle 3 Monate.