Abgesehen vom üblichen "höher, schneller, weiter, neuer, sicherer" bin ich heute positiv von der ING überrascht:
In einer Mail teilt sie mir mit, dass sie festgestellt hätte, dass ich ihre App mit einer zukünftig nicht mehr unterstützten Betriebssystemversion benutze.
Und welche beiden Möglichkeiten ich bis dahin habe: Update/Neugerät oder TAN-Generator.
Das alles in eindeutiger, respektvoller Formulierung.
Zum Vergleich: Ich erinnere noch genau, dass die DKB weder im Postfach, noch per Mail über einen ähnlichen Schritt informierte, sondern einfach die damalige TAN-ToGo-App abgeklemmt hat.
Edit: Ich kann der Mitteilung nur deshalb positive Aspekte abgewinnen, weil ich allein für diesen leidigen Trend ("höher, schneller, weiter, neuer, sicherer"), den diverse finanztechnisch orientierte Apps verfolgen, gerade ein altes, aber momentan ausreichendes Smartphone gekauft habe.
Man sollte auch nicht vergessen, dass die DKB eine Gebühr für die Girocard eingeführt hat, die für die Nutzung eines TAN-Generators nötig ist. Obwohl die DKB den Bestandskunden versprochen hatte, dies nicht zu tun. Die Täuschungen der DKB bleiben in Erinnerung.
Auch ich habe heute eine gleichlautende Mail erhalten. Zugegeben, höflich und respektvoll Formuliert, jedoch das Ansinnen ist aus meiner Sicht eine Zumutung. Erstens, ist die gesetzte Frist sehr kurz und zweitens; Ich nutze die Banking App nur zum Anmelden bzw. Authentifizieren, die eigentlichen Geschäfte werden über den PC bzw. unterwegs den Laptop abgewickelt, beide auf dem neuesten Stand des Betriebssystems. Die ganze Welt redet über Nachhaltigkeit und Ressourcen schonen. Aber wir schmeißen gut funktionierende Smartphones, die leider keine neue Betriebsversion mehr vom Hersteller erhalten auf den Müll nur weil wir uns damit nicht mehr für das Online Banking authentifizieren können.
Sehr nachhaltig von der ING und für mich der Anstoß dort eine Menge Geld wegzuholen.
Abgesehen das ich das jetzt auch nicht gut finde ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
IOS16 läuft noch auf dem iPhone 8 und das ist von 2017. Ich denke das ist definitiv nachhaltig genug.
@Gunnar:
Aktuell sind iOS-Geräte mit der Software Version 26.5.2. Bei unterstellter Richtigkeit von @Rolands Angabe halte ich es doch für etwas an den Haaren herbei gezogen, eine Bank zu verlassen, weil rund 10 Jahre alte Smartphones bald nicht mehr zur Legitimierung genutzt werden können.
Die Argumentationskette erschließt sich (vermutlich nicht nur) mir nicht.
Auch wenn diese Diskussion ganz schön weit vom eigentlichen Thema dieses Forums wegführt, würde ich die Verantwortung für Betriebssystem-Updates beim Handyhersteller bzw. bei IOS und Android sehen.
Für die Bank (bzw. deren IT-Dienstleister) bedeutet es Mehraufwand, wenn eine App für viele unterschiedliche Betriebssystem-Versionen bereitgestellt werden muss. Denn es ist ja nicht ein einmaliger Vorgang, die App zu programmieren und "auf den Markt zu werfen". Wenn die App einmal da ist, muss sie ständig gepflegt werden, vor allem was sicherheitsrelevante Bugs angeht. Je mehr IOS- bzw. Androidversionen dann parallel auf dem Markt sind, desto mehr Arbeit bedeutet das. Und wenn dann möglicherweise der Punkt kommt, wo Sicherheitslücken im darunterliegenden IOS bzw. Android nicht mehr geschlossen werden, kann man es, denke ich, nicht der Bank zum Vorwurf machen, wenn sie diese Systeme dann nicht mehr unterstützt.
Wie gesagt: Hier wären IOS/Android bzw. die Handyhersteller gefragt, ihre Geräte softwaremäßig zu pflegen.
Von den 12 Banking- und Depot-Apps, die ich ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@M.v.K.
Ich will da gar nichts beschönigen und habe das im Eingangspost auch nochmal ergänzt (die Formulierung "Schönrederei", die hier letztens für Beiträge dieses Forums fiel, war für mich durchaus verständlich) - aber leider könnte ich schon einige Banken nennen, die auch jetzt schon iOS 16 oder höher voraussetzen. Aus dem Gedächtnis fallen mir Consors, DKB, Comdirect und die Sparkassen ein. Da hat sich die ING im Vergleich eher Zeit gelassen.
Aber grundsätzlich ist es schon erstaunlich, wie Banken für vergleichbare Funktionen so unterschiedliche Vorstellungen von Mindestanforderungen haben. Es fällt mir schwer, das nicht zu bewerten.