Erfahrungsbericht zu flatex von StrohimKopp
Diese negative Bewertung zu flatex wurde uns am 11.01.2018 vom Nutzer StrohimKopp übermittelt.
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„5 Jahre lief alles gut, dann kamen Überweisungs- bzw. Auszahlungssperren, Negativzinsen auf Einlagen und der Service verschlechterte sich“

Negative Bewertung von flatex

Das Konto bei flatex hatte ich mehrere Jahre (mind. 5). Die Kontoeröffnung verlief reibungslos und war für mich recht einfach. Auch das Zusenden der Kontodokumente ging damals meines Erachtens recht zügig. Recht positiv fand ich auch, dass es kaum mehr als eine Woche dauerte, bis ich Zugang zum Onlinebereich hatte und somit auch die Eröffnung meiner Anlage bestätigt war. Ich habe mit CFD-Kontrakten (auf Aktien und auf Aktienindizes) gehandelt und auch mit Aktien. Oftmals auch mehrere Transaktionen täglich.

Online-Verwaltung und Service

Positiv finde ich am Online-Kundenbereich den einfachen Zugang zum Wertpapierhandel und die einfache Bedienbarkeit der Oberfläche.

Nachteilig sehe ich die Benachrichtigungen der Bank und die Verwaltung der verschiedenen Konten, die mir zunächst schwer verständlich waren. Viele Benachrichtigungen habe ich eher zufällig entdeckt. So, als würden sie einem unter den Türvorleger geschoben werden. Seitens flatex wird auf die AGB verwiesen, wonach man verpflichtet ist, mindestens 1 x die Woche im Postfach nachzusehen. Das kann ich definitiv nicht gut heißen.

Außerdem negativ sind aus meiner Sicht die Überweisungs- bzw. Auszahlungssperren trotz Guthaben auf meinem Konto sowie Wertstellungsregeln im Zusammenhang mit dem CFD-Handel, die ich als seltsam bezeichnen würde.

Die Konkurrenz vermeidet, im Gegensatz zu flatex, Negativzinsen auf Einlagen. Zudem ist meiner Erfahrung nach der Kundenservice bei flatex über die Jahre schlechter geworden. Deshalb sind andere jetzt hier auch voraus. Weiterhin bewerte ich Auszahlungen bei anderen Online-Brokern definitiv als einfacher durchzuführen.

Ich habe unlängst den beabsichtigen Preiserhöhungen widersprochen sowie der Einführung von Negativzinsen für Guthaben. Seitdem wirkt der Ton alles andere als freundlich und nett auf mich - er tendiert in Richtung unverschämt bzw. dummdreist, um es auf den Punkt zu bringen. Die Preiserhöhung selbst wurde per elektronischer Nachricht in das Postfach gestellt, da gab es keine verbale Kommunikation.

Anfragen zu Bedienung, Preisen, Ausführungen etc. konnten per Telefon und E-Mail gelöst werden. Für Beschwerden war der Postweg einzuhalten, während flatex per E-Mail antwortete. Darin sehe ich den bewussten Aufbau von Hürden zum Nachteil des Kunden. Den Kundenservice bewerte ich aber hinsichtlich der Erreichbarkeit, Kompetenz und Freundlichkeit als angemessen.

Die Antworten kamen, wenn es nicht um Beschwerden meinerseits zur Zinsabrechnung ging, in der Regel sehr zügig. Hinsichtlich der beanstandeten Zinsabrechnungen hat es aber auch schon mal mehr als einen Monat gedauert. Generell bemerkte ich, dass man hier nicht sonderlich kulanzbereit ist, insbesondere nach der Einführung der Negativzinsen. Obgleich ich die Zulässigkeit dieser Maßnahme nach wie vor als höchst umstritten einschätze.

Fazit

Zwischenzeitlich hat mir flatex die Geschäftsbeziehung gekündigt. Das Thema ist also nun endgültig ad acta. Die Entwicklung war indes absehbar. Unabhängig davon, ob ich nun im recht bin oder nicht, werde ich alsbald zu einem anderen Broker wechseln. flatex ist nämlich längst nicht so günstig, wie sie selbst von sich behaupten. Ich kenne mittlerweile günstigere Alternativen!

Nachtrag vom 11.01.2018:

Überdies gibt es jetzt auch ein Gerichtsurteil (noch nichts rechtskräftig) welches die nachträgliche Einführung von Negativzinsen für Guthaben als rechtswidrig bezeichnet hat, siehe: https://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/gericht-negativzinsen-fuer-kleinsparer-nur-bei-neuvertraegen-zulaessig_id_7956842.html

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