Erfahrungsbericht zu auxmoney von edboda
Diese negative Bewertung zu auxmoney wurde uns am 20.07.2017 vom Nutzer edboda übermittelt.
Alle Erfahrungsberichte Alle BewertungenZum Anbieter Zur Kontoeröffnung

„Sobald das Projekt an einen „Inkasso-Dienstleister“ übergeben wurde, erfährt man überhaupt nichts mehr“

Negative Bewertung von auxmoney

Ich habe im Jahre 2010, also vor sieben Jahren, investiert. Dabei habe ich nicht nur die Empfehlungen bei der Kreditvergabe von auxmoney selbst beachtet, sondern auch jedes Projekt einzeln sorgfältig auf Sinnhaftigkeit und Plausibilität geprüft. Darüber hinaus habe ich meine Geldanlage (10.100 €) auf 40 verschiedene Projekte verteilt, um das Risiko zu streuen.

Die Funktionsweise der Plattform ist mir insofern bekannt, dass Kreditsuchende dort Projekte, Ziele sowie die Vorgehensweise mehr oder weniger ausführlich, realistisch und glaubwürdig vorstellen. Die Projektziele reichen von Konsumwünschen über Umschuldungen bis zu Investitionsvorhaben. Die Darlehenssucher geben eine Selbsteinschätzung ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen finanziellen Situation (oft auch mit Zahlen, die aber für den Anleger nicht überprüfbar sind) und machen Aussagen darüber, wie sie den Kredit zurückzuzahlen gedenken.

Es ist möglich, bei den Antragstellern nachzufragen. Fragen und Antworten werden mit dem Projektantrag veröffentlicht. Eine Nachprüfung des Wahrheitsgehalts der Antworten ist aus meiner Sicht kaum möglich. auxmoney selbst gibt Hinweise durch einen „auxmoney-Score“, den auxmoney als „sehr präzise Bewertung“ anpreist (früher war es der Info-Score und „Indizes“ von anderen Bewertern). Zumindest die Bewertungen, die zum Zeitpunkt meiner Kreditvergaben von auxmoney vergeben wurden, scheinen mit heute eher beliebig gewesen zu sein. Andererseits sollte jedem Anleger klar sein, dass Angebote mit über 10 % Zinsen oft unsolide sind.

Eine deutlich intensivere Nachprüfung und evtl. auch Kommentierung der Angaben der Antragsteller durch auxmoney halte ich für dringend geboten.

Meine Bilanz nach sieben Jahren: 32,78 %, also fast ein Drittel des angelegten Betrages, sind einfach „ausgefallen“, sprich: die Kreditnehmer waren zahlungsunfähig, -unwillig oder unbekannt verzogen, oder seit Jahren ohne einen vernünftigen Zwischenbescheid im Mahnverfahren. Davon wird vermutlich auch nur das Inkassobüro profitieren.

Von den noch laufenden 1,78 % der Kreditsumme, die natürlich auch längst vollständig zurückgezahlt sein sollten, erhalte ich monatlich Beträge zwischen 2 und 12 €.

„credit connect", das ist die auxmoney-Plattform für laufende Kredite, gibt mir zu jedem Projekt Informationen über alle Transaktionen:

  • Rückzahlung Soll und Ist
  • Abbuchungen
  • Rücklastschriften
  • evtl. Kreditkündigungen etc.

Dennoch: Diese Informationen sind für mich nicht leicht auffindbar und nach meiner Einschätzung sehr lückenhaft. Sobald das Projekt dann an einen „Inkasso-Dienstleister“ übergeben wurde, erfährt man für meine Begriffe überhaupt nichts mehr. Auch gibt es meines Wissens keine weiteren Informationen zur steuerlichen Behandlung der Kapitalerträge. Es kann aber sein, dass solche Informationen irgendwo auf der Homepage von auxmoney oder credit connect versteckt sind.

Direktkontakt zu auxmoney hatte ich bisher nicht. Die Homepage scheint mir aber auch so angelegt zu sein, dass dies nicht erwünscht sei.

Fazit: So plausibel die Idee auch ist, direkt Geld an Bedürftige zu verleihen, so mangelhaft ist die Realisierung. Ich kann nur jedem abraten, hier sein Geld zu verbrennen.

Als noch ergänzende, persönliche Anmerkung von mir: Mir scheint das Geschäftsmodell von auxmoney eher darin zu bestehen, Gebühren für das Inkassobüro zu kassieren, als Kredite zu vermitteln und Anlegern zur Rückzahlung ihrer Kredite zu verhelfen.

Weitere Erfahrungsberichte zu auxmoney