auxmoney Erfahrungsbericht #14 von B. Teu.

Ich bin seit April 2016 Anleger bei auxmoney und kann mich den bescheidenen Erfahrungen nur anschließen. Ich habe ingesamt 10.000 € in Kredite mit maximal 25 € pro Kredit investiert und nach wenigen Monaten waren schon Dutzende dieser Kreditprojekte in den drei Mahnstufen. Das bedeutete, dass schon kurz nach der Kreditvergabe die ersten Raten von vielen nicht überwiesen wurden. Die Transparenz der Ratings ist letztes Jahr schon bedeutend reduziert worden, d. h. man sieht nur noch die aggregierte Rating-Einstufung von auxmoney und keine Schufa-Benotung etc. Das habe ich kritisiert, allerdings wurde darauf seitens auxmoney nicht reagiert.

Mein wichtigster Kritikpunkt ist allerdings die steuerliche Seite der Abrechnungen von auxmoney. auxmoney kann keine Zinsabschlagssteuer belasten und daher auch keine Verluste aus den Kreditprojekten verrechnen. Damit wird die absehbar hohe Ausfallquote steuerlich nicht absetzbar. Die Zinseinnahmen, die bedeutend sind, müssen also versteuert werden, wahrscheinlich sogar mit dem vollen Steuersatz - Total- oder Teilverluste können aber nicht verrechnet werden. Damit kann der Normalanleger voraussichtlich keine positive Nachsteuer-Rendite erreichen, auch wenn die Ausfälle im normalen statistischen Rahmen bleiben.

Dass man auf diese Tatsache nicht zum Start im Portal hingewiesen wird, grenzt meiner Meinung nach an mangelhafte Aufklärung zum Produkt.

Aktuell sind 268 von 597 Investments (größtenteils vorzeitig) abbezahlt, 269 aktiv, davon nur 241 laufend, 28 in Mahnstufen, aber seit April 2016 genau 60 in Verwertung bzw. gekündigt, davon 59 im Inkasso-Verfahren und 1 Kredit verkauft.

Zusammengefasst sind von ursprünglich 597 Investments 10 % im Inkassoverfahren mit unsicherem Ausgang und weitere 5 % in Mahnstufen, also vermutlich auch ins Inkasso laufende Kredite. Angeblich habe ich immer noch einen Rendite-Index von 7,9 %.

Ich werde berichten, wie deutlich das Investment im Verlust gelandet sein wird, insbesondere nach Steuern.