Menü
Tagesgeld 4,50%Festgeld 4,25%BankenDepotsETFsForumMein BereichMein BereichLogin
Banken  ⟩  DKB  ⟩  Forum  ⟩  Thema
DKB stellt Mietkautionssammelkontos ein - Mehraufwand droht!

DKB stellt Mietkautionssammelkontos ein - Mehraufwand droht!

Anonymer PosterImmoInvestor21 (Gast) am 03.11.2026

Ich möchte andere private Immobilienvermieter auf eine Entwicklung bei der DKB aufmerksam machen, deren Tragweite möglicherweise noch nicht allen Bestandskunden bewusst ist.

Ich bin seit über 20 Jahren Kunde der DKB und nutze die Bank für verschiedene Konten, Finanzierungen und die Verwaltung von Mietkautionen. Für meinen privaten Immobilienbestand mit mehreren Mietwohnungen war insbesondere das bisherige Mietkautionssammelkonto eine praktische, kostengünstige und zuverlässige Lösung.

Damit ist nun offenbar endgültig Schluss.

**Was die DKB aktuell verändert:**

Mit einer Änderungskündigung vom Oktober 2026 beendet die DKB zum 31.12.2026 die bisherige Mietkautionssammelkontoführung für Privatkunden.

Als Ersatz wird zunächst angeboten, für jedes Mietverhältnis ein separates Einzelmietkautionskonto einzurichten. Die vorhandenen Kautionen müssen bis Jahresende entsprechend umgestellt bzw. übertragen werden.

Was zunächst wie eine technische Umstellung erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als schrittweiser Rückzug aus der Kautionsverwaltung für private Vermieter.

Denn die DKB kündigt gleichzeitig an, dass bereits im Laufe des Jahres 2027 keine neuen Einzelmietkautionskonten mehr eröffnet werden können. Die DKB-Verwalterplattform soll Ende 2027 für Privatkunden abgeschaltet werden.

**Das eigentliche Problem entsteht beim nächsten Mieterwechsel.**

Ich habe bei der DKB ausdrücklich nachgefragt, ob ein einmal eröffnetes Einzelmietkautionskonto nach dem Auszug eines Mieters für den Nachmieter derselben Wohnung weiterverwendet werden kann.

Die schriftliche Antwort war eindeutig: Nein. Das bisherige Konto muss aufgelöst und für den neuen Mieter ein neues Konto eröffnet werden.

Dies wird aber nach Einstellung der Kontoeröffnung nicht mehr möglich sein.

AufNachfrage bestätigte die DKB außerdem, dass sie nach Ende 2027 keine vergleichbare Alternative innerhalb ihres Produktangebots anbieten könne. Eine automatische Überleitung zu einem anderen Anbieter sei ebenfalls nicht vorgesehen.

Damit werden langjährige Kunden zunächst zu einer aufwendigen Umstellung auf Einzelkonten veranlasst, obwohl dieses Modell schon in absehbarer Zeit bei Mieterwechseln nicht mehr dauerhaft funktioniert.

**Besonders enttäuschend finde ich den Umgang mit langjährigen Kunden.**

Ich habe über rund ein Vierteljahrhundert verschiedene Bankprodukte der DKB genutzt, darunter Konten, Darlehen und die über viele Jahre kaum verzinsten Kautionsbestände.

Dass eine Bank eine Geschäftsbeziehung dennoch in einem wichtigen Teilbereich faktisch aufkündigt, ohne eine dauerhaft tragfähige Anschlusslösung bereitzustellen, ist für mich schwer nachvollziehbar.

Als Begründung nennt die DKB technische Gründe. Aus Kundensicht bleibt allerdings die Frage, weshalb eine technisch notwendige Produktumstellung nicht mit einer zukunftsfähigen Lösung verbunden wird. Für professionelle Verwalter gibt es diese weiterhin (Wissensstand bei zwei angefragten WEG-Verwaltungen).

Gerade für private Vermieter mit mehreren Wohnungen bedeutet dies erheblichen Verwaltungsaufwand. Schließlich müssen die Kautionen weiterhin gesetzeskonform und getrennt vom eigenen Vermögen verwaltet werden.

**Mein dringender Hinweis an andere DKB-Kunden:**

Wer bislang das DKB-Vermieterpaket beziehungsweise ein Mietkautionssammelkonto nutzt, sollte die erhaltenen Schreiben genau prüfen und umgehend handeln.

Die Frist zum 31.12.2026 ist kurzfristig. Die angebotene Umstellung auf Einzelkonten löst das grundsätzliche Problem nicht dauerhaft. Auch wer bereits Einzelkonten nutzt, sollte die Folgen für künftige Mieterwechsel berücksichtigen.

Ich werde mich daher für die Mietkautionsverwaltung nach einem anderen Anbieter umsehen müssen.

Mich würde interessieren, ob andere private Vermieter ähnliche Schreiben erhalten haben und wie sie mit der Situation umgehen. Insbesondere wären Erfahrungen mit dauerhaft nutzbaren, möglichst kostenfreien Alternativen interessant.

**Mein Fazit:**

Auch eine jahrzehntelange Geschäftsbeziehung mit einer Bank bietet offenbar keine Gewähr dafür, dass grundlegende Leistungen langfristig erhalten bleiben. Wer betroffen ist, sollte den notwendigen Wechsel nicht bis zum nächsten Mieterwechsel aufschieben.

Registriertes Community-MitgliedRoland am 03.11.2026

@ImmoInvestor21: Viel Spaß bei der Suche nach einer Alternative. Leider bietet inzwischen immer weniger Banken Mietkautionskonten für Vermieter an. Und wenn doch dann nur für Bestandskunden und die Einrichtung kostet oft 10 - 60 Euro, die nicht auf den Mieter umlegbar sind. Auch auf Seiten der Mieter wird es immer schwieriger verpfändete Mietskautionskonten zu erstellen.

Registriertes Community-MitgliedAndreas1 am 03.11.2026

@ImmoInvestor21: Danke für den Hinweis! Ich hatte für meinen Schwiegervater nach einer erbfallbedingten Umstellung der Mietverhältnisse für eine kleine Zahl ebenso kleiner Wohnungen extra die DKB-Mietkautionskonten eingerichtet und glücklicherweise für etwaige Mieterwechsel noch ein paar Kontonummern übrig, als die DKB die Vermieterplattform für Neuabschlüsse schloss (womit ich mich für einige Jahre in Sicherheit wog). Jetzt ist es aber wohl eine Frage der Zeit, bis die erste Wiedervermietung ansteht, für die kein neues Konto mehr möglich ist. Sehr unbefriedigend.

@Roland: Ja, die Anzahl der ernsthaften und gar der kostengünstigen/-freien Anbieter ist gering. Immerhin ist mit den Angeboten von Smartmiete (mit der norwegischen Instabank als Bankpartner im Hintergrund), heykaution (mit der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank Reinheim) und zuletzt der Deutschen Mietkaution (mit der Baader Bank) etwas Bewegung in die Materie gekommen. Ich werde auch überlegen, zu welchem Wechsel ich meinem Schwiegervater raten soll.