Diese neutrale Bewertung zu Zinspilot wurde uns am 16.02.2018 vom Nutzer hsbayern übermittelt.
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Zinspilot Erfahrungsbericht #40von hsbayern

Neutrale Bewertung von Zinspilot

Wir sind seit Januar 2018 bei Zinspilot, weil wir es leid wurden, immer wieder nach kurzer Zeit die einzelnen Tagesgeld-Anbieter aufgrund der Verringerung der Zinsen zu wechseln. Zinspilot bietet unserer Meinung nach eine nennenswerte Auswahl an Banken mit guten Zinsen und vereinfacht das Wechsel-Prozedere. Die einmalige Verifizierung erfolgte mit dem üblichen Postident-Verfahren, die Nutzung der Plattform war bereits nach 4 Werktagen (Mitte Februar) möglich. Die schriftlichen Unterlagen erhielten wir 2 Tage später per Post.

Wir hatten zunächst kleinere Beträge bei der HSH Nordbank als Festgeld über 3 Monate angelegt. Die aktuelle Situation der HSH Nordbank war uns aus Nachrichten und Pressemeldungen durchaus bewusst, aber zumindest bis Mitte 2020 sind deren Anlagen nicht nur durch den gesetzlichen Einlagensicherungsfonds, sondern zusätzlich durch den der deutschen Sparkassen abgesichert. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätten wir uns für andere Banken entschieden.

Die Anlage erfolgt generell über die Hamburger Sutor Bank auf ein einheitliches Konto. Während dieser kurzen Zeit gilt die normale deutsche Einlagensicherung. Von dort wird es an die Anlagebank übertragen. Bei der Online-Auswahl der Anlage wird ein Überweisungsformular angezeigt, aus welchem man per Drag & Drop die Daten übernehmen kann. Im Betreff wird die Anlagebank und die Art der Anlage eingetragen. Tagesgelder werden dabei taggleich verrechnet, Festgelder starten immer erst zum 1. bzw. 15. eines Monats. 1 bis 3 Tage nach der Überweisung sind die getätigten Anlagen für mich im Online-Bereich ersichtlich. Bei den Festgeldern kann ich hier außerdem die voreingestellte automatische Verlängerung einsehen und bei Bedarf auch ändern. Hier kann ich zudem die Rückzahlungen der Tagesgelder beauftragen. Die Eingänge werden jeweils per E-Mail bestätigt.

Die Rückzahlungen erfolgen ebenfalls nur zum 1. oder 15. eines Monats. Die Zinsen werden nicht automatisch wieder angelegt, sondern je nach Anlagebank am Ende der Laufzeit oder vierzehntägig auf das hinterlegte Referenzkonto überwiesen. Dieses muss den Namen des Einzahlers aufweisen. Einzahlungen sind auch von anderen Konten möglich, aber auch hier muss der Name des Kontoinhabers mit dem Namen des Anlegers identisch sein.

Kontakt zum Service hatte ich bereits telefonisch und per E-Mail. Die freundlichen Antworten erhielt ich stets prompt. Ich erkundigte mich bzgl. der Anlage eines Gemeinschaftskontos. Das ist leider nicht möglich und es wird auch keine brauchbare Alternative angeboten - man kann lediglich eine Vollmacht für den Todesfall ausstellen. Ein Zugriff ohne Onlinezugang ist also im Falle des Ausfalls des Kontoinhabers bspw. durch Behinderung oder Demenz ausgeschlossen. Meiner Meinung nach sind daher insbesondere für Senioren nur die Festgelder geeignet, bei denen man von vornherein die automatische Wiederanlage deaktiviert. So wird der Betrag bei Fälligkeit automatisch auf das Referenzkonto überwiesen. Tagesgelder hingegen würden bis zum Tode des Kontoinhabers nur online verfügbar bleiben.