Norisbank Erfahrungsbericht #25 von Markus Baier

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Seit 1,5 Jahren habe ich ein Girokonto bei der Norisbank. Bis vor etwa 1 Jahr hatte ich auch ein Depot bei der Bank, das ich damals nur 3 Mal für die Verrechnung nutzte. Meine Hauptbankverbindung für Gehalt, Miete, etc. habe ich bei einer anderen Direktbank. Meine Erfahrungen mit der Bank sind bis auf das, was vor wenigen Tagen passierte, und die Verrechnungen also nicht viel.

Onlinebanking und Kundenservice

Ein Vorteil bei der Norisbank ist, dass ich die Automaten der Deutschen Bank für Einzahlungen kostenlos nutzen kann. Darüber hinaus kritisiere ich Folgendes.

1. Vorfall

Die Großeltern überwiesen als Geschenk für das Enkelkind auf mein Konto bei der Norisbank. Die Bank wies die Gutschrift zunächst ab, weil mein Vater (62 Jahre) meinen Vornamen falsch schrieb, auch wenn die IBAN und der Nachname stimmte. Die Begründung der Hotline lautete, dass der Empfänger nicht dem Kontoinhaber entsprach.

Zum Vergleich fragte ich bei meiner Hauptbank nach. Dort ist es so: Wenn zu der IBAN bei der Bank ein Konto existiert, wird das Geld gutgeschrieben. Entscheidend ist der sogenannte „Kundenidentifikator“, also die IBAN. Ich hatte es danach selbst getestet, also als Namen nur ein „X“ eingetragen. Die 5 € wurden trotzdem gutgeschrieben.

Ich finde es diskutabel, ob die Bank verhältnismäßig reagierte, denn dass man mal einen Buchstaben vergisst oder ein Dreher passiert, ist menschlich.

2. Vorfall

Nun wollte ich die Zuverlässigkeit der Bank am Folgetag testen.

Ich rief die Hotline an und fragte nach einem Sparprodukt. Von 3 Mitarbeitern bekam ich in 3 Gesprächen jeweils unterschiedliche und zum Teil widersprüchliche Antworten.

Einerseits erfuhr ich, dass ich nur vom Hauptkonto der Norisbank auf ein Tagesgeldkonto gutschreiben könne. Andererseits sollte es dann doch wieder nicht gehen. Wofür hat das Tagesgeldkonto eine IBAN, wenn es nicht geht?

Dann bekam ich zu hören, dass die Noris SparCard das gleiche sei wie das Tagesgeld-Konto, also ein Sparkonto nur mit Karte. Wenn es das gleiche ist, warum die unterschiedliche Benennung? Mir ist bekannt, dass die SparCard eher wie ein Sparbuch ist, nur mit Karte, also vorschuss-zinsfrei ohne Kündigung bis 2.000 €.

3. Vorfall

Als das Geld von meiner Mutter ankam, wurde es unter „Vorgemerkte Umsätze“, aber nicht unter „Gebuchte Umsätze“ gebucht.

Die Erklärung des Call-Centers lautete: Der Eingang wurde im System vermerkt und würde „im Laufe des Tages“ als Umsatz gebucht werden. Danach könne ich darüber verfügen. Das war gegen 17 Uhr; die sogenannte Cut-off-Zeit (16 Uhr) war dann aber schon vorbei. Ich konnte zwar nun über das Geld verfügen, aber de facto wegen dieser „Schnittzeit“ erst am Folgetag woandershin überweisen.

Meines Erachtens verschafft sich die Bank somit auf Kosten des Kunden einen Vorteil. Als gelernter Bankkaufmann weiß ich, dass eine Sichteinlage bei Sicht fällig ist. In anderen Worten: Wenn ich den Betrag sehe (unabhängig ob auf Papier oder online), darf ich darüber verfügen. Als Gegenargument wurde dann mit Valuta (Wertstellung) und Buchungstag argumentiert.

Fazit

Wegen dieser Vorfälle scheidet diese Bank für mich als zuverlässige Hauptbank aus. Ein Verrechnungskonto dort ist sicherlich ok, mehr aber auch nicht. Da Deutschland aus meiner Sicht aber zu viele Banken hat mit einer großen Auswahl für Verbraucher, ist ein Kontoumzug leichter als je zuvor.

Deshalb werde ich mit gutem Gewissen dieses Bankkonto schließen und meine Erfahrung bestmöglich verbreiten. Wer auf die Bareinzahlung verzichten kann, sollte besser zu einer anderen Bank gehen.