Erfahrungsbericht zur ING von Rainer Z.
Diese negative Bewertung zur ING wurde uns am 28.09.2019 vom Nutzer Rainer Z. übermittelt.
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„Seit den 90ern schätze ich die ING als zuverlässige Bank, im Frühjahr 2019 fing sie allerdings an, mich massiv zu ärgern...“

Negative Bewertung der ING

Ich schätzte die ING bereits seit den 90er Jahren als gute und verlässliche Bank. Zunächst bin ich per Tagesgeldkonto eingestiegen, später kam auch die Nutzung eines Depots und des (kostenlosen) Girokontos hinzu, welches ich regelmäßig für fast alle meine finanziellen Aktivitäten nutze. Soweit so gut.

Seit Frühjahr 2019 fängt die ING allerdings massiv an, mich zu ärgern. Zum Wohle der schönen neuen digitalen Welt und scheinbar unter Rechtfertigung der neuen EU-Gesetzgebung passieren gerade folgende Dinge: 

Mit dem PC aufs Konto zugreifen zu können ist für mich nun umständlicher. Es braucht die Kontonummer, eine PIN, ein geheimes Passwort und jetzt zusätzlich noch eine mTAN. Das heißt, ohne Handy kann ich gar nicht mehr auf mein Konto zugreifen.

Da die gut versteckte iTAN-Liste per Gesetz nun zu unsicher ist, musste ich notgedrungen zu smsTANs wechseln. Hier hatte die ING recht aggressiv auf die Nutzung der Banking-App gedrängt. Dabei stört mich jedoch, dass man das Handy zwingend benötigt. Das hat man aber auch ständig irgendwo dabei und im Falle eines Diebstahls o. ä. ist man hinsichtlich des Kontozugriffs aufgeschmissen.

Erst im Hilfeportal war mir dann ersichtlich, dass es weitere Möglichkeiten gibt, wie bspw. ein TAN-Generator, der aktuell jedoch 30 € kostet, was ich zu teuer finde (zum Vergleich: bei der Sparkasse ca. 15 €). Hier stellt sich mir ohnehin die Frage, weshalb man nicht einfach ein Lesegerät stellt, der für alle Banken genutzt werden kann.

Paradox finde ich bei diesen ganzen Sicherheitsmaßnahmen, dass aber plötzlich nur ein einziges (übrigens gut entwendbares) Gerät, das Handy, ausreicht, um zu überweisen, das Konto zu räumen, etc. Das macht für mich keinen Sinn.

Außerdem wurde mir heute an der Tankstelle meine Karte belastet, ohne dass der PIN oder eine Unterschrift gefordert wurden. Schuld daran ist die NFC-Technologie, die jetzt alle Karten haben. Im Gegensatz zu anderen Banken behauptet die ING allerdings, dass die Kontaktlosfunktion selbst auf Wunsch nicht gesperrt werden könne. Das finde ich dreist. Schließlich soll niemand mit meiner geklauten Karte herumspazieren und fröhlich "Kleinbeträge" bis 25 € ausgeben können, bis ich vielleicht irgendwann den Verlust bemerke und dann (evtl. noch ohne Handy) die Kartensperrungshotline anrufen muss.

Und da kommen schon meine nächsten Bedenken, denn mit dem Kundenservice hatte ich bereits Kontakt. Per E-Mail im Kundenportal bzw. über den Online-Briefkasten wandte ich mich an den Service bzgl. ähnlicher Themen wie oben beschrieben. Die Antworten waren zwar freundlich, aber ließen lang (ca. 14 Tage) auf sich warten. Zudem wurden mir kaum Lösungen angeboten, sondern eher "Standard-Beruhigungspillen" à la „Wir sind zutiefst betrübt und geloben Besserung... Aber kennen Sie schon unsere tolle Banking-App?“, also Antworten, die den Kunden entweder resignieren lassen oder noch mehr erzürnen.

Gekündigt habe ich noch nicht, weil ich keine passende Alternative gefunden habe, bei der ebenfalls alles kostenlos ist, und der nächste ING-Automat direkt um die Ecke steht.

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